Das Rolex Lexikon


In Sammlerkreisen entwickelt sich häufig eine ganz eigene Fachsprache. Da werden Bezeichnungen für bestimmte Details oder Ausführungen gewählt, die Außenstehenden oft ein Rätsel bleiben.

Das ist bei Uhren genauso wie bei Automobilen oder der Kunst.

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Dieser Artikel soll einige Fachbegriffe, die oft in Sammlerkreisen oder in Online-Foren Anwendung finden, erklären. Die Auflistung dieser Begriffe habe ich der besseren Übersichtlichkeit halber alphabetisch sortiert.

Viel Freude bei der Lektüre!

AD: Authorized Dealer = Rolex Konzessionär

Ardillon : bezeichnet die traditionelle Stiftschließe, bei Rolex oft mit einer Krone verziert.

Ardillon

Asia-Dial: siehe auch weiter unten „Radial-Dial“, bezeichnet ein Zifferblatt, bei dem zwischen strichförmigen Minuten-Indices und des runden Stunden-Indices ein deutlicher Abstand erkennbar ist (normalerweise ist dort kaum ein Abstand).

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Bao Dai:  bezeichnet eine Rolex der Referenz 6062 mit Zeigerdatum, Wochentags- und Monatsanzeige sowie einer Mondphasenanzeige im Gelbgoldgehäuse mit Jubiléeband.

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Diese Uhr wurde ursprünglich von Vietnams 13 . Kaiser Bao Dai im Jahr 1954 in Genf gekauft, während er zu politischen Friedensgesprächen in der Schweiz weilte. Es war damals die komplizierteste und teuerste Rolex. In 2017 wurde diese Uhr für 5.1Millionen CHF bei Phillips versteigert und gehört damit zu den teuersten Rolex, die je versteigert worden sind. Das schwarze Zifferblatt trägt fünf Diamanten.

Bark Finish: (= Rindengravur) Spezielle Oberflächenbearbeitung, bei der durch Ätzen eine Struktur ähnlich von Baumrinde entsteht. Verwendet wurde diese Oberfläche auf Präsident-Bändern und Lünette. Derzeit gibt es keine aktuellen Rolex Modelle mit solch einer Oberflächengestaltung.

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Bart Simpson: Auch in der Simpson-Familie gibt es eine Anleihe bei Rolex. Es handelt sich um die Form der Krone auf dem Zifferblatt eine Blattvariante der Rolex Submariner Ref. 5513, die an Bart Simpsons Haarkranz erinnert.

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(Quelle: Bulang & Sons)

Batman: (=Bruiser): bezeichnet die im Jahr 2013 präsentierte Variante der Rolex GMT-Master II Ref. 116710 mit schwarz-blauer Cerachrom-Lünette. Der offizielle Namenzusatz bei Rolex lautet: BLNR, für Bleu Noir (schwarz blau).

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Bexley Schliff: (=Bexley Fase) bezeichnet einen besonderen Schliff der Kante der Bandanstöße, der von der britischen Rolex-Niederlassung in Bexley an Rolex Uhren z.B. im Zuge von Gehäuseaufarbeitungen angebracht wurde.

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Big Crown: steht für frühe Modelle der Submariner Ref. 6538 mit einer größeren Aufzugskrone.

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Big Red: Bezeichnung für Daytona-Referenzen, die sich durch einen großen roten ”Daytona”-Schriftzug auf dem Zifferblatt auszeichnen. Es handelt sich um die Referenzen 6263 (mit Acryl-Lünette) und 6265 (mit gravierter Stahl-Lünette), die es mit weißem Blatt und schwarzen Totalisatoren sowie mit schwarzem Blatt und weißen Totalisatoren gibt. Die 1970 eigeführten Referenzen 6263 und 6265 lösten die Referenzen 6262 und 6264 (ohne verschraubte Drücker) ab und zeigten ab ca. 1974 den größeren „Daytona“ Schriftzug. Frühe Uhren dieser Referenzen und Uhren mit Service-Blättern tragen einen kleineren „Daytona“ Schriftzug. Die Big Red sind wesentlich gesuchter als Uhren der gleichen Referenzen mit kleinerem Schriftzug.

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Blackback: ist ein Fachbegriff der die Farbe der Rückseite von Lünetteninlays u.a. der GMT-Master Ref. 1675 beschreibt.

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(Quelle: Chronoshop)

Neben dem Blackback gibt auch ein Redback (s.u.) und ein Blueback (s.u.). Die Rolex Enthusiasten sind der Meinung, dass sich das Fading (s.u.) der Lünetten je nach Farbe der Rückseite unterschiedlich entwickelt. So soll sich eine „Pink Lady“ (s.u.) nur bei Einlagen mit roter Rückseite entwickeln. Sicher belegt ist das nicht.

Black Out: Bezeichnet eine Variante der Explorer I Ref. 14270 aus den frühen 1990er Jahren der späten E-Serie und frühen X-Serie (siehe auch die Gehäusenummern von Rolex im Artikel „Die Rolex Ciodes“ in diesem Blog). Bei diesen mittlerweile sehr gesuchten Black Out Explorern war die sonst weiße Leuchtmasse in den Ziffern des Blattes schwarz ausgeführt. Zeiger und Indicés trugen weiße Leuchtmasse.

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Blueback: ist ein Fachbegriff der die Farbe der Rückseite von Lünetteninlays u.a. der GMT-Master Ref. 1675 beschreibt. Neben dem Blueback gibt auch ein Redback (s.u.) und ein Blackback s.o.).

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Die Rolex Enthusiasten sind der Meinung, dass sich das Fading (s.u.) der Lünetten je nach Farbe der Rückseite unterschiedlich entwickelt. So soll sich eine „Pink Lady“ (s.u.) nur bei Einlagen mit roter Rückseite entwickeln. Sicher belegt ist das nicht.

Blueberry: beschreibt die vollständig blaue Farbe der Lünetteneinlagen von GMT-Master der Referenz 1675.

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Diese spezielle Lünettenversion wurde offenbar bei Uhren verwendet, die für militärische Zwecke verwendet worden sind.

Blutrinne: bezeichnet eine Nut an der Unterseite des Gehäusemittelteils am Übergang der Flanke bei älteren Rolex Modellen, z.B. der Ref. 1675.

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(Quelle: RLX)

Bombay Bandanstoß: Eine besondere Form der Bandabstöße, die vornehmlich an Rolex-Oyster Modelle der 1940er Jahre zu finden sind. Vereinzelt ist diese Art Bandanstoß auch an Uhren bis in die 1960er Jahre zu finden.

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Bubbleback: bezeichnet Rolex Uhren aus den 1930er bis 1950er Jahren, die einen besonders gewölbten Gehäuseboden hatten. Der Grund ist im Aufzugsrotor der Automatik-Uhrwerke zu suchen, der mehr Platz im Gehäuse benötigt. Zuvor verwendete Rolex Handaufzugswerke ohne Rotor, die einen flachen Gehäuseboden ermöglicht haben.

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California dial: beschreibt ein Rolex- Zifferblatt mit zur Hälfte römischen und zur Hälfte arabischen Ziffern.

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Chapter Ring: findet sich bei Vintage Rolex Uhren und beschreibt einen geschlossenen Ring außen rund um die Minuterie herum.

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Cerachrom: So bezeichnet Rolex die im Jahr 2005 entwickelten Keramiklünetten der Uhren des Hauses. Eingeführt wurden sie im Jahr 2007 zuerst bei der Submariner und der Yachtmaster. Mittlerweile gibt sie in verschiedenen Varianten für alle Sportmodelle. Die polierte Keramik zeigt Vertiefungen für Indicés und Zahlen, die mit Platin (silber) oder Gold beschichtet sind. Die Lünetten werden im Monoblock-Verfahren hergestellt. Es gibt sie auch zweifarbig (siehe oben: Batman)

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Chocolate (Dial): siehe auch Tropical Dial oder Marrone (weiter unten). Bezeichnet ursprünglich schwarze Zifferblätter, die sich im Laufe der Zeit braun verfärbt haben.

Chromalight: Im Jahr 2008 führte Rolex eine neue, blau leuchtende Leuchtmasse als Ersatz für das zuvor verwendete grüne Superluminova ein. Diese Leichtmasse, die länger und intensiver leuchtet, nannte man Chromalight.

Chromalight

Coke: (=Coca Cola): Schwarz-rote Lünetteneinlage der Rolex GMT-Master II, in Anlehnung der Farbgebung der Coca-Cola-Dosen. Erstmals präsentierte Rolex diese Lünettenvariante in 1982. Die Alternative nennt sich „Pepsi“ (siehe weiter unten).

Coke

COMEX: ist eine französische Tauchfirma, mit der Rolex z.B. die Sea Dweller entwickelt hat. COMEX steht für Compagnie Maritime d’Expertises. Verschiedene Taucheruhren wurden für die Mitarbeiter von COMEX gebaut.

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Erkennbar sind diese an dem COMEX Logo auf dem Blatt sowie an der Gravur samt COMEX Nummer auf dem Bodendeckel.

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Rolex COMEX sind extrem begehrt und mittlerweile sehr teuer.

Corninio: siehe auch „Pointed Crown Guard“ weiter unten. Der Begriff beschreibt einen spitzen Kronenschutz.

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Cream Dial: bezeichnet eine Blattvariante der Explorer II (genauer der Referenzen 16550 und 16570) bei denen die Farbe des weißen Blattes im Laufe der Jahre in einen Creme-Ton übergeht.

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Crownclasp: Auch dieser Schließe fehlt der Zusatz -lock, was auf den fehlenden Sicherheitsbügel hinweist. Die Crownclasp ist eine verdeckte Schließe. Man sieht nur eine kleine Krone am Band, an der man auch angreifen muss, um die Schließe zu öffnen.

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Diese Art Schließe wird an Jubilée- und Präsident-Bändern z.B. bei der Day Date verbaut. Auch am Oysterband der Day Date kann man diese Schließe finden.

Cyclops: (=Zyklopen-Lupe) Bezeichnung für die Rolex-typische Lupe auf dem Uhrglas zur Vergrößerung des Datums. Die Lupe vergrößert etwa 2.5-fach. Bei den Safirgläsern der fünfstelligen Referenzen waren die Lupen aufgeklebt. Manch ein Enthusiast entfernte die Lupe mittels Wärme du anderer Hilfsmittel, um der Uhr einen anderen Look zu geben. Die Zyklopen-Lupe ist ein typisches Erkennungsmerkmal der Rolex Uhren.

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D-Blue: bezeichnet eine Variante der Rolex Sea Dweller Deep Sea (SDDS, s.u.) mit einem Zifferblatt. Das einen Farbverlauf von blau zu schwarz zeigt. Zudem ist der Schriftzug Deep Sea anders platziert und grün gedruckt. Dieses Modell trägt auch den Zusatz „James Cameron “ (s.o.).

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Deep Sea Challenge: ist ein spezielles Uhrenmodell von Rolex, welches speziell für Tiefseetauchgänge entwickelt worden ist.

Rolex baute vor wenigen Jahren ein neues Modell für einen Tauchgang in den Mariannengraben. Dieser Tauchgang wurde vom Regisseur James Cameron begleitet (siehe D-Blue weiter oben), Es entstand die Sea Dweller Deep Sea D-Blue als Sonderedition der normalen Deep Sea, um an dieses Ereignis zu erinnern.

Deepsea-Challenge

Die Deep Sea Challenge Modell ist bis 12.000 Meter Wassertiefe wasserdicht. Das ist Rekord.

Mehr zur Rolex Deep Sea Challenge findet sich hier im Blog:

https://100percentpassion.net/2014/08/05/rolex-deep-sea-special-deepsea-challenge/

Deep Sea Special: Von Rolex hergestellte Taucheruhren für Tiefsee-Einsätze. Diese Uhren wurden an den Tauchbooten außen befestigt und während der Tauchgänge getestet. Damit demonstrierte Rolex in den 1960er Jahren seine technische Überlegenheit.

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Diese Deep Sea Specials waren die Vorläufer der oben gezeigten Deep Sea Challenge.

Dipsy: eine etwas umgangssprachliche Bezeichnung für die Deep Sea Ref. 116660.

Dirty Harry: (= Root Beer) bezeichnet eine Lünettenvariante der Rolex GMT-Master Ref. 1675/3 in einer Stahl-Gold-Kombination die etwa 1963 eingeführt worden ist. Den Spitznamen “Dirty Harry” bekam diese Variante, weil eine solche Uhr vom Schauspieler Clint Eastwood getragen wurde.

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Später gab es auch dieGMT-Master II in der Root Beer Variante als Referenz 16713.

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Dome: bezeichnet ein Plexiglas bei den vierstelligen Rolex Referenzen, welches eine starke kuppelartige Wölbung aufweist.

Dome

(Quelle: RolexForum)

Double-Red: (=DR, =DRSD (Double Red Sea Dweller) Bezeichnet die Sea-Dweller Submariner 2000 Referenz 1665, die in den späten 1960er Jahren präsentiert worden ist. Sie zeigte zwei in rot gedruckte Zeilen der Zifferblattbeschriftung unterhalb der Zeigerachse. Sie folgte einem Prototypen, der „Single Red“ genannt wurde (siehe dort). Ersetzt wurde die DRSD Mitte der 1970er Jahre von der „Great White“ (siehe dort), einer Ref. 1665, die ausschließlich weiße Schrift auf dem Zifferblatt zeigte.

DRSDEs gab die DRSD in verschiedenen Blattvarianten , die ich in einem separaten Beitrag hier im Blog beschrieben habe. Siehe hier:

https://100percentpassion.net/2014/02/03/die-rolex-sea-dweller-double-red/

Double Quick Set: Bei der Day Date unterscheidet man zwischen Quick Set (s.u.) (Datumschnellverstellung, den Wochentag muss man umständlich über das Verstellen der Uhrzeit schalten) und Double Quick Set (Schnellverstellung beider Anzeigen) bei neueren und aktuellen Referenzen.

‚double Swiss underline‘: bezeichnet eine seltene, wenn nicht gar die seltenste (Blatt-)Variante der GMT-Master Referenz 1675.

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Es handelt sich um Uhren mit Zifferblättern, die bei 6 Uhr den Schriftzug „SWISS“ zeigen und gleichzeitig, oberhalb des 6 Uhr Stabindexes und unterhalb der Schrift in der unteren Blatthälfte einen kurzen Strich („underline“, s.u.).

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Diese Blätter wurde nur für kurze Zeit, von 1962 bis 1963 verbaut und sind daher sehr selten. Man geht davon aus, dass diese Blätter den Übergang von den „gilt-dials“ (s.u.) und den „matte-dials“ darstellen. die „gilt-dials“ trugen ebenfalls den Schriftzug „SWISS“, hatten aber eine hochglänzende Oberfläche (weswegen sie auch als „glossy-dials“ (s.u.) bezeichnet werden) und größtenteils einen goldfarbenen Druck. Die nachfolgenden „matte-dials“ zeigen bei 6 Uhr den Schriftzug „SWISS – T<25“, was auf das Tritium hinweist. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass Rolex bei diesen Blättern das bis dahin verwendete Radium als Leuchtmasse gegen das weniger radioaktiv strahlende Tritium ersetzt hat.

Ob der „underline“-Strich, den es auch bei anderen Referenzen aus dieser Zeit gibt, nun eine Kennzeichnung der neuen Leuchtmasse oder aber eine Positionierungshilfe für den Zifferblattdruck darstellt ist unklar

Easy Link: bezeichnet ein Verlängerungselement bei neueren Rolex-Bändern. Es befin det sich innerhalb des Schliessenkastens. Durch ein einfaches umklappen dieses Elementes kann das Band schnell, bei geöffneter Schließe, um 5 mm verlängert oder verkürzt werden.

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Diesen Mechanismus habe ich in einem Artikel über die verschiedenen Bandvarianten von Rolex eingehend beschrieben, siehe hier:

Glidelock, Oysterlock, Fliplock & Co.

El Cornino: ist ein Synonym für die Pointed Crown Guards (PCG, s.u.), also für den spitz zulaufenden Kronenschutz bei einigen Vintage Rolex Sportmodellen.

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Everose: bezeichnet eine von Rolex patentierte 18 karätige Roségold-Legierung, die eine ganz eigene warme Ausstrahlung hat und die sehr haltbar ist.

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ELWMS: steht vor allem in deutschsprachigen Onlineforen für Vintage-Rolex, bei denen ein Großteil der Teile (Gehäuse, Blatt und Zeiger, Glas) ausgetauscht worden sind. Somit hat man dann eine neue alte Uhr. Die Abkürzung steht für „Eierlegende Wollmilchsau“. Derartige Restaurationen werden meist kontrovers diskutiert.

Das folgende Bild (Quelle: RLX) zeigt eine Red Sub aus dem Jahr 1974, bei der alle Teile außer dem Werk neu gekommen sind.

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Endlinks: sind die Anschlussglieder zwischen Band und Gehäuse bei Non-SEL-Bändern (s.u.).

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Diese tragen auf der Unterseite Zahlen und teilweise auch Buchstaben, z.B. 501B oder 208, da es unterschiedliche Endlinks gibt.

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Exclamation Dial : bezeichnet ein Zifferblatt, bei dem sich unter dem 6 Uhr Index noch ein einzelner Leuchtpunkt befindet. Daher sieht der Index wie ein Ausrufungszeichen aus.

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Exotic Dial: so werden die Zifferblätter der Paul Newman-Daytonas bezeichnet.

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Sie zeichnen sich durch die besondere Schriftart der Ziffern der Hilfszifferblätter aus. Zudem sind auf dem Hilfszifferblatt der kleinen Sekunde die Zahlen 15, 30, 45 und 60 zu finden.

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Bei den normalen Rolex-Blättern, die es parallel zu den Exotic-Blättern mit den gleichen Referenznummern gab, waren es nur die Zahlen 20, 40 und 60. Zudem fehl den originalen Exotic-Blätter der Leuchtmassepunkt bei 12 Uhr (später wurde dieser Leuchtmasse-Punkt imZuge von Revisionen oft „relumed“).

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Mehr zum Thema der Paul Newman Daytonas findet sich hier in diesem Blog:

https://100percentpassion.net/2016/11/10/die-paul-newman-daytona-von-rolex-into-the-details/

Faded Insert: (=Fading) besonderer Beliebtheit erfreuen sich bei Rolex-Vintage-Fans Sportmodelle mit über die Jahre vom Sonnenlicht, Salzwasser & Co. ausgebleichten Lünetteneinlagen.

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Besonders die GMT Master und die Submariner/Sea Dweller zeigen ein schönes Fading.

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Das Ganze geht so weit, das mittlerweile Menschen versuchen, dieses Fading künstlich zu erzeugen. Alte Lünetteneinlagen aus Aluminium (nur bei denen gibt es Fading) werden z.T. für mehrere hundert Euro verkauft.

Fat Font (Inlay): beschreibt die Stärke der Typographie vornehmlich auf den Lünetteneinlagen der Rolex Submariner.

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(Quelle: WatchProSite)

Es gibt Inlays (im gezeigten Bild das Unterste), die einen besonders starken Druck aufweisen, die dann Fat Font Inlays genannt werden.

Fat Lady: bezeichnet die GMT-Master II Ref. 16760 die zwischen 1983 und 1988 hergestellt worden ist. Sie war mit einer Coke-Lünette (s.o.) ausgestattet. Da das Gehäuse im Vergleich zu den Vorgängern um 1mm größer geworden war und die Uhr insgesamt einen massiveren Eindruck erweckt hat bekam sie den Beinamen “Fat Lady”.

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Feet First: steht für die Zifferblätter der Rolex Submariner Ref. 5513 ab ca. 1970. Bei diesen Blättern steht bei der Tiefenangabe der Wasserdichtigkeit die Angabe in Fuß (Feet) vorne, gefolgt von der Angabe in Metern. Von 1966 bis 1970 war dies umgekehrt.

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(Quelle: Chronoshop)

Flat 4: steht für die Form der Zahl 4 auf der Lünetteneinlage eine Submariner Referenz 16610LV (also der Jubiläums-Submariner (s.u.), die auch Frosch (s.u.) oder Kermit (s.u.) genannt wird). Die „4“ ist oben abgeflacht, daher die Bezeichnung „flat“.

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Fliplock-Tauchverlängerung: bezeichnet ein zusammengefaltetes Verlängerungsglied für Submariner und Sea Dweller Modelle. Hier die Funktion in drei Bildern:

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Mehr zu Fliplock & Co. siehe hier:

https://100percentpassion.net/2014/08/23/glidelock-oysterlock-fliplock-co/

Floating Dial: beschreibt eine Blattvariante bei Rolex-Daytona Modellen der frühen 1652x Baureihe, bei denen sich unterhalb der Rolex-Krone zwischen der 4. und der 5. Zeile („Cosmograph“) ein Abstand befindet.

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Florentine finish: eine Oberflächendekoration, die an Präsident-Bändern zu finden ist. Uhren mit diesem Finish sind sehr selten.

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folded: bezeichnet ein Rolex-Armband, bei dem die einzelnen Glieder gefaltet sind.

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(Quelle: Chronoshop.net)

Im Gegensatz dazu findet man bei älteren Bändern genietete Banglieder (riveted, s.u.) und bei neueren Bänder massive Bandglieder (solid, s.u.).

Freccione: (= Steve McQueen, = Orange Hand) bezeichnet die 1971 präsentierte Explorer II Referenz 1655. Genauer den grossen, orangefarbenen und pfeilförmigen 24 Stundenzeiger (ital. Freccione für Pfeil). Der Nickname “Steve McQueen” kam, selbstredend, vom gleichnamigen Schauspieler, der auch solch eine Ref. 1655 trug.

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Und auch über die Ref. 1655 habe ich diesem Blog bereits ausführlich berichtet, siehe hier:

https://100percentpassion.net/2014/02/05/die-rolex-explorer-ii-ref-1655/

Frog Foot: bezeichnet die Kronenform auf dem Zifferblatt beim Mk II Blatt der Explorer II Ref. 1655.

Frog Foot

Frosch: umgangssprachliche Bezeichnung für die Rolex Submariner Ref. 16610LV, also die Jubiläums Submariner.

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Gilt: bezeichnet Submariner-Referenzen aus den späten 1950er bis in die 1980er Jahren, bei denen die Zifferblätter mit goldener Typographie bedruckt worden sind.

Gilt

Glide Lock: bezeichnet die Schnellverstellung der Armbandlänge bei neuen Submariner und Deep Sea. Eine Bandhälfte ist an einem im Schließenkasten verschieblichen Bandglied befestigt.

Bei der Submariner kann man den Mechanismus nur bei abgelegter Uhr bedienen.

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Bei der Sea Dweller Deep Sea Ref. 116660 ist die Konstruktion der Glide Lock-Schließe eine andere. Man kann diese auch bei angelegter Uhr über das Hochklappen des Mittelsegmentes der Schließe bedienen.

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Auch diesen Mechanismus habe ich bereits eingehend in diesem Blog beschrieben, siehe hier:

https://100percentpassion.net/2014/08/23/glidelock-oysterlock-fliplock-co/

Glossy – dial: bezeichnet bei Rolex Zifferblätter mit einer hochglänzenden Oberfläche.

Glossy

(Quelle:Chronoshop)

Gold through clasp: Bezeichnet die Schließe der Submariner Referenz 16613 Stahl Gold. Frühe Modelle dieser Referenz hatten eine Schließe komplett aus Edelstahl, spätere eine Schließe, bei der das Mittelteil aus Gold besteht und die zwei Seitenteile aus Edelstahl. Diese spätere Schließe nennt sich Gold through clasp.

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Great White: bezeichnet eine 1977 eingeführte Sea Dweller Ref. 1665 Sea-Dweller mit komplett weißer Beschriftung des Blattes. Es ist das Nachfolgemodell der Double Red Sea Dweller (siehe oben).

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Auch die Great White gab es in verschiedenen Blattvarianten, über die ich hier ausführlicher berichtet habe:

https://100percentpassion.net/2014/02/02/die-rolex-sea-dweller-ref-1665-great-white/

GV: bezeichnet die Milgauss Referenz 116400GV mit grünem Safirglas.

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(Quelle: Uhrforum)

Hack movement: (= hacking movement) bezeichnet ein Uhrwerk, welches durch das Ziehen der Aufzugskrone gestoppt werden kann.

Hang Tag: beschreibt des Kunststoffetikett, mit dem die Rolex-Uhren ausgeliefert werden.

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Für Rolex Enthusiasten sind diese Hang Tags ebenso wie die anderen Zubehörteile, also das früher rote und heute grüne Chronometersiegel und der Lünettschutz, enorm wichtig. Sie gehören zu einem „Full Set“, also dem Set, wie die Uhr beim Konzessionär erstverkauft worden ist, unbedingt dazu.

Hash-Marks oder Hash-Bezel: bezeichnet eine Lünette der Submariner- und Sea Dweller-Modelle, die einzelne Minuten-Indicés (auch „hash-marks“ genannt) trägt. Üblich sind diese bei den jüngeren Submariner- und Sea Dweller Modellen im Bereich der ersten 15 Minuten.rolex_submariner_40mm_steel.jpg__1536x0_q75_crop-scale_subsampling-2_upscale-false Die Military Submariner trugen diese „hash marks“ sogar umlaufend auf der Lünette.

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Im Gegensatz dazu gibt es auch „no hash“ Lünetten (siehe weiter unten), die keinerlei Minuten-Indicés tragen.

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Dies betrifft die ersten Submariner Referenzen wie die im Bild oben gezeigte Ref. 6204.

Hulk: steht für die Submariner Ref. 116610LV mit grünem Blatt und grüner Cerachrom-Lünette (s.o.), die 2010 präsentiert worden ist. In Anlehnung an den komplett grünen Comic-Helden „Hulk“ bekam dieses Modell seinen Spitznahmen.

Hulk

Mehr über die “Hulk” und ihre verschiedenen Blattvarianten gibt es hier zu lesen:

https://100percentpassion.net/2014/08/17/rolex-submariner-116610-ln-blattvarianten/

Inverted Six: die auf dem Kopf stehende 6 ist auf einer Variante des Blattes der Rolex Cosmograph Daytona Ref. 16520 (Zenithdaytona, s.u.) zu finden.

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Betrachtet man den Stundenzähler unten bei 6 Uhr, so steht die „6“ auf dem Kopf und sieht aus wie eine 9. Spätere Blattvarianten zeigen die „6“ aus Sicht des Betrachters richtig herum.

Über die Blattvarianten der Daytona Ref. 16520 gibt es hier nähere Informationen:

https://100percentpassion.net/2015/07/25/die-verschiedenen-gesichter-der-rolex-daytona-ref-16520/

James Bond: Die Oyster Perpetual Submariner nutzte James Bond nur in seinen Filmen nicht aber in seinen Büchern. In den Büchern von Ian Fleming nutzte Bond hingegen eine Explorer als “knuckle duster” Waffe. Ian Fleming selber trug auch eine Explorer. Im Laufe der Zeit kamen verschiedene Referenzen am Handgelenk des britischen Geheimagenten in den Filmen zum Einsatz.

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Mehr über Bonds und Flemings Explorer gibt es hier zu lesen (Danke Sascha!)

Die unauffällige, immer wieder unterschätzte Referenz…

James Cameron: nach diesem bekannten Regisseur wurde die Sea Dweller Deep Sea D-Blue (s.o.), abgekürzt SDDS (s.u.) benannt. Er erforschte mit einem Tauchboot die Tiefsee und führte eine Rolex Deep Sea Challenge (s.o.) mit, die außen am Tauchboot befestigt war. Sie hielt dem Wasserdruck im Mariannengraben, der größten Meerestiefe, stand.

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Jean-Claude Killy: Eine seltene Version von Rolex einmaliger Kombination aus Chronographen und Ewigem Kalender. Eine andere Bezeichnung der Uhr lautet Dato-Compax. Jean-Claude Killy gewann 1968 drei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen und trug so ein Modell. Hergestellt wurde diese Uhr von 1940 bis1960 in vier verschiedenen Referenzen, von denen die Ref. 6236 was die letzte und meist gesuchte Version ist.

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Jubiläums-Submariner: Die Modellreihe Submariner wurde 1953 präsentiert und feierte im Jahr 2003 ihr 50. Jubiläum. Zu diesem Anlass erschien die Referenz 16610LV (Lunette vert, s.u.) als Jubiläumsuhr. Manchmal wird diese Referenz auch „Kermit“ genannt, in Anlehnung an den grünen Frosch Kermit aus der Sesamstraße. Rolex Enthusiasten beweisen eben Fantasie bei der Namensgebung.

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Jubilee-bracelet: Eine wunderbare Bandvariante der Rolex Date Just und Date aber z.B, auch der GMT-Master

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Nicht zu verwechseln mit dem Präsident-Band (s.u.)

Mehr zu den Bandvarianten bei Rolex hier:

https://100percentpassion.net/2014/08/23/glidelock-oysterlock-fliplock-co/

King Midas: bezeichnet eine extravagante Uhr aus dem Hause Rolex, die z.B. Elvis Presley getragen hat.

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Die King Midas war seinerzeit die teuerste Rolex des Sortimentes. Eine massiv goldene Day date kostet etwa nur die Hälfte des Preises, den Rolex für die King Midas verlangt hat.

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Krone: im Zusammenhang mit Rolex bedeutet dieser Begriff im deutschsprachigen Internet meist „meine Krone“ also „meine Rolex“. Die Krone ist das Markenlogo von Rolex.

Laserkrone: ist ein Sicherheitsmerkmal bei Rolexuhren mit Safirglas. Bei 6 Uhr ist seit etwa 2002 eine Krone, das Rolex Markenzeichen, in das Safirglas gelasert.

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Sollte die Uhr z.B. im Rahmen eines Service ein Tauschglas bekommen haben, so findet sich in der Laserkrone ein auf der Seite liegendes „S“ für Service.

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LC: steht für den Ländercode. Rolex versieht seine Garantiezertifikate mit einem Ländercode so dass man erkennen kann, in welchem Land die Uhr zu allererst verkauft worden ist.

Im folgenden Bild ist es die 100, die für Deutschland steht.

LC

Mehr zu diesem und anderen Rolex-Codes hier in diesem Blog:

https://100percentpassion.net/2014/02/25/die-rolex-codes/

LN: Lunette Noir=schwarze Lünette

LV: Lunette vert = grüne Lünette

Lollypop : steht für den Sekundenzeiger der Submariner Ref. 6204, bei dem die Leuchtmasse am äußerste Ende des Zeigers sitzt. Ähnlich einem Lolli, daher der Name.

Lollypop

Matte Dial: beschreibt Rolex Zifferblätter mit einer matten Oberfläche (im Gegensatz zu den Glossy-Dials, s.o.). Produziert wurden sie etwa von 1967 bis 1983. Diese Blätter trugen Tritium-Leuchtmasse und waren gekennzeichnet mit T Swiss T

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Marrone Dial: siehe auch “Tropical” (s.u.). Dieser Begriff beschreibt im Laufe der Zeit braun verfärbte Blätter, die ursprünglich schwarz waren.

Maxi dial : bezeichnet große Stundenindicés auf den Zifferblättern. Im Allgemeinen werden damit die noch nicht in Weißgold gefassten Tritium-Indicés älterer Referenzen gemeint.

Maxi dial

Selten findet man diesen Begriff auch in Bezug auf die aktuellen Modell, die ebenfalls vergrößerte Indicés haben.

Mercedes-Zeiger: Bezieht sich auf den Stundezeiger der Rolex-Sportmodelle und wurde 1953 mit der Explorer Ref. 6150 erstmals eingeführt. Diese Zeigerform findet bis heute Anwendung. Die Formgebung ähnlich einem Mercedes-Stern hilft dabei, die Leuchtmasse im Zeiger zu halten.

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Meteorite: Zifferblatt aus Meteoritengestein. Gerfertigt wird dieses Blatt au seiner sehr dünnen Scheibe eines Meteoriten, der in Namibia niederging. Jedes Blatt ist einzigartig.

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Meters First: bezeichnet die Anordnung der Einheiten bei der Tiefenangabe der Wasserdichtigkeit auf Zifferblättern der Submariner Ref. 5513. Die Tiefenangabe in Metern steht bei diesen Blättern vorne, vor der Tiefenangabe in Fuß (Feet).

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Nachdem die erste Serie der 5513 ab 1953 mit dem Gilt-Dial (s.o.) ausgeliefert wurde fand der Wechsel hin zu den matten Meters First Blättern ca. 1966 statt. Etwa 1970 kamen dann die Feet First-Blätter auf, die bis zum Ende der Produktion 1989 verwendet wurden.

MilSub: bezeichnet die Military Submariner, die für militärische Zwecke z.B. für die britischen Streitkräfte gefertigt worden sind. Diese Uhren sind höchst selten und sehr gesucht, weil sie niemals frei verkäuflich waren.

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Typisch ist der spezielle Stundenzeiger, die Lünette mit umlaufenden Indicés und die Zifferblattbeschriftungen (das T im Kreis) wie auch die Gravuren der Bodendeckel.

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Mother of Pearl: (=MOP) Natürliches Material, im Deutschen: Perlmutt, welches aus Abalone-Muscheln aus Tahiti gewonnen wird. Auch bei diesem Material gleicht kein Blatt dem anderen.

MOP

Morellis finish: eine Oberflächendekoration, die an Präsident-Bändern zu finden ist. Uhren mit diesem Finish sind sehr selten.

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Nipple Dial: Spezielle Blattvariante, die z.B. bei der Root Beer (s.o.) GMT-Master Ref. 1675/3 zu finden ist, aber auch beim Vollgold-Modell Ref. 1675/8. Die Indicés bei 1, 2, 4, 5, 7, 8, 10 und 11 Uhr laufen spitz zu und zeigen nur kleinflächig Leuchtmasse. Einige Rolex-Enthusiasten erinnert das an Brustwarzen, engl. = nipple.

Nipple

No-Hash Lünette: siehe auch weiter oben „hash-Lünette“ und „hash-marks“. „No-hash Lünetten“ zeigen keine Minutenindicés (hash-marks) auf der Lünette. Dies ist bei den ersten Submariner-Referenzen wie der gezeigten Ref. 6204 der Fall.

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Non-SEL: SEL steht für Solid End Link. Die Bezeichnung Non-SEL beschreibt in Sammlerkreisen Rolex Uhren mit einem zweiteiligen Endglied am Anschluss zwischen Oyster- Band und Gehäuse.

Das folgende Bild zeigt rechts ein Non-SEL Band und links ein SEL Band.

Non SEL

Moderne Rolex Uhren zeigen nur noch SEL-Bänder. Mehr dazu in diesem Artikel meines Blogs:

https://100percentpassion.net/2014/08/23/glidelock-oysterlock-fliplock-co/

NOS: steht für „New Old Stock“ und ist eine Zustandsbeschreibung einer (Rolex)Uhr, genauer eine alte Uhr, die nie in Benutzung war und als Lagerware z.B. bei einem Konzessionär lag.

OCC-Blatt: steht für ein Blatt der GMT-Master Ref. 1675 der ersten Serie, auf dem „Officially Certified Chronometer“  aufgedruckt ist.

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Später wurde dann „Superlative Chronometer Officially Certified “ aufgedruckt, so wie es noch heute der Fall ist.

Oman: steht für Uhren, die Rolex in früheren Jahren für den Oman hergestellt hat. Diese Uhren tragen das Wappen des Oman auf dem Zifferblatt und sind heute gesuchte Sammlerstücke. Ähnlich begehrte Sammlerstücke gibt es auch aus den UAE (s. weiter unten)

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Open Six: steht für die offenen Sechsen und Neunen der Datumsscheiben älterer Rolex Modelle. Bei neueren Modellen sind die Zahlen geschlossen.

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Orange Hand: siehe oben: Freccione

Ovettone: ist der italienische Begriff für “großes Ei”. Er wird in Rolex-Sammlerkreisen für Bubble-Back (s.o.) Modelle verwendet, bei denen die Wölbung des Gehäusebodens besonders ausgeprägt ist.

Ovettone

Oyster: Bezeichnung für die Gehäuse und Uhren von Rolex, die in Anlehnung an die besonders dichten Austern seit vielen Jahrzehnten “Oyster“ genannt werden.

Oyster

Oysterband: steht für das grobgliederige Band der Rolex Sportmodelle und einiger nicht-Sportmodelle.

Oysterband

Oysterclasp: Diese Schließe wird bei den Modellen Milgauss, Air King, Date und Datejust I und II verwendet. Sie hat keinen Sicherheitsbügel (bei Rolex sind Schließen mit so einem Sicherheitsbügel immer mit der Endung „-lock“ bezeichnet), welche die Schließe vor unbeabsichtigter Öffnung schützt. Ein Easylink Verlängerungsglied (siehe weiter unten) wird je nach Modell verbaut.

Oysterclasp

Oysterlock: Diese Schließe hat einen Sicherheitsbügel, wie man an der Endung -lock erkennen kann.

Oysterlock

Diese Schließe wird bei den Sportmodellen verwendet. Die GMT Master II, die Explorer II die Yacht Master und die Daytona tragen diese Schließe

OP Only: oder Oyster Perpetual Only Dial; bezeichnet Blätter bei Rolex-Modellen mit Datum, bei welchen der übliche Hinweis auf das Datum „Date“ fehlt.

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OQ: steht für Oysterquartz.

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PanAm: ist die Bezeichnung für eine GMT-Master Ref. 6542, die für die frühere amerikanische Fluglinie Pan American Airlines (PanAm) in einer Version mit weißem Blatt und einer Gravur des Bodendeckels gefertigt worden ist.

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Panda Dial: steht bei Rolex-Sammlern für Rolex Daytonas, die ein weißes Blatt mit schwarzen Hilfszifferblättern haben. Dieser Begriff wird bei alten und neuen Modellen verwendet.

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Papa Smurf: Bezeichnet eine Submariner Ref. 116619 im Weißgoldgehäuse, die im Jahr 2008 präsentiert worden ist. Sowohl Zifferblatt als auch Lünette dieser Submariner sind blau. Einige Rolex-Sammler erinnerte das an die Farbe der Trickfilm-Figuren „die Schlümpfe“ (engl. Smurfs).

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Patend Pending: steht für eine spezielle Beschriftung des Bodendeckels der früher Rolex Sea-Dweller Ref. 1665.

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Patrizzi: bezeichnet eine Zifferblatt-Anomalie bei der Daytona Ref. 16520 mit schwarzem Blatt, bei der die helen Ringe der Hilfszifferblätter im Laufe der Zeit eine Braunfärbung aufweisen. Ihren Namen erhielt diese Anomalie vom Auktionator Osvaldo Patrizzi, der eine solche Uhr besaß, diese Anomalie festgestellt und beschrieben hat. Die originale Patrizzi aus seinem Besitz wurde 2006 versteigert.

Das folgende Bild zeigt anschaulich die Verfärbungen im Bereich der Hilfszifferblätter und zusätzlich eine „inverted six“ (s.o.).

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Interessant ist, dass Rolex Enthusiasten selbst Qualitätsmängel ihrer Uhren wie verfärbte Zifferblätter oder gesprungenen Lack auf der Blatt-Oberfläche hypen und für sammelwürdig erklären.

Paul Newman: beschreibt eine der bekanntesten und mittlerweile auch teuersten Rolex Uhren überhaupt. Genauer gesagt handelt es sich um die Daytona Ref. 6239 aus circa 1967, die der Schauspieler Paul Newman seinerzeit am Beginn seiner zweiten Karriere als Rennfahrer von seiner Frau bekommen und auch getragen hat.

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Oft ist nicht klar, woran man eine tatsächliche Newman-Daytona erkennt. Alle Merkmale finden sich auf dem Zifferblatt: ein Art Deco-Schrifttyp der Zahlen der Hilfszifferblätter, die Indicés der Hilfszifferblätter enden in Rechtecken. Rund um das Blatt hin zur Minuterie findet sich eine kleine Stufe. Oft ist die Minuterie in roter Farbe gedruckt. Es gibt das Blatt als Panda-Version (s.o.) und in umgekehrter Farbkombination, also mit schwarzem Blatt und weißen Totalisatoren.

Es gibt neben der Ref. 6239 noch weitere Referenzen wie die 6241, die mit einem Newman-Blatt ausgestattet worden sind.

Mehr zum Thema Paul Newman Daytona findet sich hier in diesem Blog:

Rolex- die Paul Newman Daytona

Pepsi: Auch diesen Begriff kann man sehr oft im Zusammenhang mit Rolex lesen. Er beschreibt die rot/blaue Lünette der GMT-Master Ref. 1675 in Anlehnung an die Farbgebung der Cola-Dosen von Pepsi. Die Pepsi ist die Ur-Variante der GMT-Master. Es gibt sie seit den 1950er Jahren.

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Im Gegensatz dazu ist die „Coke“-Variante (s.o.) diejenige mit einer rot/schwarzen Lünette.

Pie Pan: beschreibt Zifferblätter vor allem der Datejust- und Day Date-Modellreihe, die am Rand im Bereich der Minuterie abgewinkelt sind und so vom Profil her an eine flache Pfanne erinnern.

Pie pan

Pink Lady: beschreibt eine Variante der GMT-Master Ref. 1675, bei der sich der rote Anteil der „Pepsi“-Lünette (s.o.) pink verfärbt hat (siehe auch „Fading“).

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PN: steht als Kürzel für die Paul Newmann-Daytona (siehe oben).

Pointed Crown Guards : (=PCG) finden sich an einige alten Rolex Sportmodellen. Die Enden des Kronenschutzes sind bei diesen Uhren nicht abgerundet, sondern spitz zulaufend.

PCG

(Quelle: Bulang & Sons)

Polar: bezeichnet die weiße Zifferblattvariante bei der Explorer Ref. 16570.

Polar

Mittlerweile wird die Bezeichnung auch bei der aktuellen Referenz der Explorer II gebraucht.

Porcelain Dial: Ist ein Sonderfall des Floating Dials in der Blattfarbe weiss. Das Porcelain Dial war tief weiß und die Beschriftung war sehr erhaben, fast dreidimensional aufgedruckt:

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(Quelle: Pucci Papaleo)

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Das Porcelain-Dial kam in der L-Serie (siehe die „Rolex Codes“ hier im Blog)vor und ist in ganz seltenen Fällen auch mit der 400 Units Per Hour Lünette der Mk II (s.u.) zu finden.

Mehr zu den Blattvarianten der Daytona Referenz 16520 hier:

Rolex- die verschiedenen Gesichter der Daytona Ref. 16520

President-bracelet: zu deutsch: Präsident-Band. Eine wunderbare Bandvariante der Rolex Day Date, diel 1956 präsentiert worden ist. Die Day Date wurde von vielen US Präsidenten getragen. Gut möglich, das die Bandbezeichnung daran angelehnt ist.

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Nicht zu verwechseln mit dem Jubilee-Band (s.o.)

Mehr zu den Bandvarianten bei Rolex hier:

Rolex – Glidelock, Fliplock & Co.

Punched Papers: steht für Rolex Chronometer- und Garantiezertifikate, bei denen Ländercode (LC, s.o.) und Gehäusenummer eingestanzt sind.

Punched Papers

Pussy Galore: bezeichnet die GMT-Master Ref. 6542 ohne Kronenschutz. Benannt ist dieses Modell nach dem Bond Girl Honor Blackman aus “Goldfinger”, dem dritten Bond-Film. Honor Blackmann spielt Pussy Galore und trägt im Film eine Ref. 6542.

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Rolex Enthusiasten sind oft auch Bond-Fans.

Quick Set: bezeichnet die Schnellverstellung des Datums über eine separate Kronenposition. Vor dem Quick-Set musste man bei der Verstellung des Datums, wenn man eine Uhr ein paar Tage nicht getragen hat, umständlich durch Drehen der Krone und Verstellen der Uhrzeit weiterschalten.

Bei der Day Date unterscheidet man zwischen Quick Set (Datumschnellverstellung, den Wochentag muss man umständlich über das Verstellen der Uhrzeit schalten) und Double Quick Set (s.o.)(Schnellverstellung beider Anzeigen) bei den neueren und aktuellen Modellen.

Racing Dial: beschreibt eine Zifferblattvariante der Rolex Daytona, bei der schwarze Totalisatoren auf einem weißen Zifferblatt und arabische Ziffern als Stundenindicés zu finden sind.

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Ursprünglich gab es dieses Blatt für die weißgoldene Daytona Ref. 116519.

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Mittlerweile existieren aber auch viele Umbauten von Stahl-Daytonas, die mit diesen Blättern nachträglich verändert worden sind.

Radial Dial: (siehe auch Asia-Dial) beschreibt eine Zifferblattvariante der GMT-Master Ref. 1675, die etwa in der Mitte der zwanzigjährigen Produktionszeit dieser Referenz erschienen ist.

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Typisch für diese Blätter sind die etwas kleineren runden Stundenindicés , die auch etwas weiter von der Minuterie entfernt sind. Dadurch wirken die Minuten-Indices länger.

Rainbow: diese Bezeichnung steht für einen Steinbesatz der Lünette einer Daytona in Regenbogenfarben.

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RCO-Blatt: bezeichnet eine besondere Variante der Exotic-Blätter der Rolex Daytona Ref. 6263, die auch Paul Newman Daytonas genannt werden. Es handelt sich um schwarze Blätter, bei denen der Schriftzug des Zifferblattes Rolex Cosmograph Oyster lautet. Bei den weißen Blätter stand Oyster in der Mitte zwischen Rolex und Cosmograph. Die schwarzen RCO-Blätter sind höchst selten.

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Mehr zu den Paul Newman Daytonas findet sich hier in diesem Blog:

Rolex- die Paul Newman Daytona

Rectangular Dial: steht ähnlich dem Stick Dial (s.u.) für eine Blattvariante der Rolex GMT-Master II Ref. 16710. Im folgenden Bild ist das Rectangular Dial in der Mitte zu sehen, das Stick Dial oben.

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Beim Rectangular Dial bilden die zwei senkrechten und zwei waagerechten Striche der römischen Zwei nahezu ein Rechteck, daher „Rectangular“.

Mehr zur Rolex GMT-Master II aref. 16710 habe ich hier geshrieben:Die Rolex GMT-Master II Ref. 16710

Rehaut: bezeichnet den Ring zwischen Uhrglas und Zifferblatt. Bei Rolex ist er mittlerweile graviert und mit der Gehäusenummer der Uhr versehen.

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RedSub: bezeichnet die Submariner Ref. 1680 mit dem roten Submariner Schriftzug auf dem Blatt. Die Red Sub ist mittlerweile eine gesuchte und teure Sammleruhr.

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Mehr zu den Blattvarianten der Red Sub, die sich zu einer echte Wissenschaft entwickelt haben, lesen Sie hier:

https://100percentpassion.net/2014/01/29/rolex-red-sub-ref-1680-die-zifferblattvarianten/

Abgelöst wurde die RedSub von der Ref. 1680 mit komplett weißem Print auf dem Blatt.

Redback: ist ein Fachbegriff der die Farbe der Rückseite von Lünetteninlays u.a. der GMT-Master Ref. 1675 beschreibt.

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Neben dem Redback gibt auch ein Blueback und ein Blackback. Die Rolex Enthusiasten sind der Meinung, dass sich das Fading (s.o.) der Lünetten je nach Farbe der Rückseite unterschiedlich entwickelt. So soll sich eine „Pink Lady“ (s.o.) nur bei Einlagen mit roter Rückseite entwickeln. Sicher belegt ist das nicht.

Relumed Dial: ist eine Bezeichnung für das nachträgliche Auftragen von neuer Leuchtmasse auf ein altes Rolex-Zifferblatt. Das gezeigte Zifferblatt einer GMT-Master Ref. 1675 ist ein relumed dial.

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Ring Lock System: bezieht sich auf die spezielle Gehäusekonstruktion der Rolex Sea Dweller Deep Sea Ref. 116660.

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Der mittlere Ring spielt bei der Abdichtung der Uhr eine wesentliche Rolle.

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Riveted: bezeichnet ein Rolex-Oyster-Armband, bei dem die Außenglieder vernietet sind.

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Riveted Expansion: steht für ein Rolex-Oyster-Armband, bei dem die Außenglieder vernietet und durch den Einsatz von Federn mehrere Glieder dehnbar sind.

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(Quelle: Chronoshop.net)

Rolesor: Rolex patentierte Rolesor bereits im Jahr 1933. Es beschreibt einen Kombination aus Gelbgold- oder Everose-Lünette, -Aufzugskrone und -Bandmittelglieder mit eine Gehäusemittelteil und Band-Außenelementen aus Edelstahl.

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Roman (Dial): ist ein Begriff, der von den Rolex Fans für Zifferblätter gebraucht wird, die römische Ziffern tragen.

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SARO: bezeichnet bei Rolex den Edelsteinbesatz der Lünette.

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Schliessencodes: so nennen Rolex-Enthusiasten Zahlen- und Buchstabencodes, die Rolex auf Schließenteile graviert oder gelasert. Die anfangs kryptischen Codes wurde aber entschlüsselt und zeigen das Herstellungsdatum der Schließe an.

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Mehr über die Schliessencodes und alle anderen Rolex Codes hier:

Die Rolex Codes

SEL: steht für Solid End Link und beschreibt ein Oysterband, welches ein Endglied am Übergang Gehäuse/Band besitzt, welches aus einem Teil besteht. Im folgenden Bild sieht man das SEL Band links.

SEL

Im Gegensatz dazu hatten frühere Rolex Referenzen Oysterbänder mit mehrteiligen Endgliedern, die man folgerichtig non-SEL (s.o.) nannte (s. obiges Bild, rechte Seite).

Mehr über die Bänder und Schließen bei Rolex siehe hier im Blog:

Rolex Fliplock, Glidelock & Co.

SD4K: Kurzbezeichnung für die Rolex Sea Dweller 4000 Ref. 116600.

SD4K

SDDS: bezeichnet die Rolex Sea Dweller Deep Sea ref. 116660.

SDDS

SD50 : gelegentlich auch als SD43 (im Bezug auf den Gehäusedurchmesser 43mm) bezeichnete Ref. 126600 der Sea Dweller, die auf der Baselworld 2017 anlässlich des 50. Jubiläums der Sea Dweller präsentiert worden ist.

Rolex-Sea-Dweller-50th-43mm-cyclops-3235-ref.126600-1[1]Interessant an dieser Referenz ist, dass Rolex hier erstmals bei einer Sea Dweller ein Safirglas mit Zyklopenlupe verbaut hat. Das sorgte und sorgt auch noch für heftige Diskussionen unter den Rolex-Fans.

Rolex-Oyster-Perpetual-Sea-Dweller-50th-Anniversary-126600-aBlogtoWatch-60[1]

Weitere Merkmale der SD50 sind der rote „Sea Dweller“ Schriftzug auf dem Blatt und die auf 43 mm (vormals 40 mm) gestiegene Gehäusegröße. Auch das Armband veränderte Rolex dahingehend, dass es sich von 22 mm Breite am Gehäuse auf 20 mm an der Schließe (vormals 21 mm zu 18 mm bei der SD4K) verjüngt. Damit wurde ein häufig genannter Kritikpunkt vor allem der Deep Sea Ref. 116660 aufgegriffen, nach dem die Proportionen von massivem Gehäuse und zu schmalen Band optisch ungünstig waren.

Die Vorgängerin SD4K (s.o.) wurde mit der Einführung der SD50 nach nur knapp drei Jahren Fertigungszeitraum eingestellt.

Serti : (=Serti-Dial) Dieser Begriff wird oft für mit Diamanten besetzte Stücke verwendet. Bei Rolex bezieht sich der Begriff auf mit Diamanten und Rubinen besetzte Zifferblätter vornehmlich bei der Submariner oder GMT-Master.

Serti

Sigma : (=Sigma-Dial) bezeichnet kleine Sigma-Symbole vor und hinter dem SWISS oder T SWISS T unten bei 6 Uhr auf dem Zifferblatt einer Rolex.

Sigma

Es wurde nur eine kurze Zeit lang verwendet und kennzeichnete Uhren mit Indicés aus Weißgold..

Single-Red: ist ein anderer Begriff für Red Sub (s.o.). Er bezieht sich auf die Submariner Ref. 1680 mit dem Schriftzug Submariner in rotem Druck auf dem Zifferblatt. Diese Red Sub wurden von 1966 bis ca. 1974 gebaut und sind heute gesucht.

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Der Begriff Single Red ist aber missverständlich, weil es auch eine Sea Dweller Ref. 1665 mit einer rot gedruckten Zeile auf dem Blatt gibt und diese auch „Single Red“ genannt wird. Man sollte also darauf achten, ob eine Submariner oder ob eine Sea Dweller gemeint ist.

Mehr zur Single Red Submariner bzw. RedSub finden Sie hier:

Die Blattvarianten der Ref. 1680 RedSub

Small GMT Hand: bezeichnet die sehr kleine Zeigerspitz des 24 Stunden-Zeigers der frühen GMT-Master. Dieser kleine Zeiger ist vor allem bei Uhren mit Gilt-Dial (s.o.) zu finden.

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Solid: steht für ein Rolex-Oyster-Armband mit massiven Außengliedern, bei neueren Modellen auch massiven Innengliedern.

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Spider Web Dial: ist eine Sonderform der Glossy-Dials (s.o.), also der glanzlackierten Zifferblätter. Die Spider Web Dials bekamen mit der Zeit mehr oder weniger Risse in der Lackschicht, die an Spinnenweben erinnern. Daher der Nickname.

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(Quelle: Chronoshop)

Auch hier wurde wieder ein Qualitätsmangel von Rolex zu einem Sammler-Hype.

Steve McQueen: siehe auch “Orange Hand” oder “Freccione” weiter oben. Dieser Nickname bezeichnet die Explorer II Ref. 1655.

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Interessant ist, dass Steve McQueen solch eine Uhr niemals getragen hat.

Stick Dial: steht für eine Zifferblattvariante der GMT-Master II Ref. 16710.

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Auf dem Zifferblatt dieser Stick Dial Modelle ist die römische 2 hinter dem Wort GMT- Master lediglich in Form zweier senkrechter Striche ausgeführt, die an Sticks erinnern. Üblich war normalerweise auch je ein Querstrich oberhalb und unterhalb. Die Stick Dial GMT´s erschienen etwa 2002.

Mehr über die Blattvarianten der GMT-Master II Ref. 16710 hier im Blog:

Die Rolex GMT-Master II Ref. 16710

Sunken Holes: nicht durchbohrte Bandanstöße.

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Super Dome: (=superdomed) bezeichnet ein Plexiglas bei den vierstelligen Rolex Referenzen, welches eine sehr starke kuppelartige Wölbung aufweist.

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(Quelle: RolexForum)

T 39: bezeichnet eine superdomed Glasvariante bei Rolex.

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T39 steht für das Ersatzteilkennzeichen von Rolex. Dieses Glas wird gerne von Vintage-Fans nachträglich in Submariner der Referenz 1680 eingebaut, weil es höher über der Lünette aufbaut.

Tapestry Dial: beschreibt eine Zifferblattvariante von Rolex, bei der das Blatt eine vertikale Streifung zeigt.

Tapestry

Thin Frame: werden vergleichweise schmale schwarze Einfassungen der Indicés auf dem Zifferblatt einer Rolex Explorer II Ref. 16570. Thin Frames sind nur bei weißen Zifferblättern bekannt.

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Thunderbird: bezeichnet eine Variante der Rolex Datejust aus den 1950er Jahren, die eine drehbare Lünette hatte und ursprünglich für Piloten der US Air Force, die das Flugmuster Thunderbird flogen, hergestellt worden war. Die Referenz lautete 1625.

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Tiger / Tigerauge: steht für die Rolex GMT-Master 1675/3 und für die 16713, die auch unter den Bezeichnungen „Dirty Harry“ oder „Rootbeer“ bekannt ist (s.o.)

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TOG: steht für Turn-O-Graph, also Rolex Oyster Modelle abseits der Sportmodelle, die eine drehbare Lünette besitze.

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Tridor: ist eine Bezeichnung für ein Banddesign, bei dem die Mittelglieder eines Präsident-Bandes aus einer Kombination von Weißgold (in der Mitte) und Gelb- sowie Roségold (jeweils seitlich außen) gestaltet sind.

Tridor

Triple Six: steht für die Sea Dweller Ref. 16660, da drei Sechsen in der Referenznummer vorhanden sind. Dieses Modell ist der Nachfolger der legendären Ref. 1665 und der Vorgänger der lange gebauten Ref. 16600.

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Es ist eine sog. Transitional-Referenz, zwischen den Plexiglas-Modellen und den modernen Sportmodellen. Die Triple Six gab es anfangs mit  dem Matte und Maxi Dial (s.o.), wie es auch bei der Ref. 1665 der Fall war. Später gab es diese Referenz dann mit Glossy Dials (s.o.) und in Weißgold eingefassten Indicés (wie bei den Nachfolgern). Ein Safirglas hat die Triple Six bereits. Damit war es in 1986 das erste Rolex-Modell mit eine Safirglas.

Triplock: bezeichnet die dreifach abgedichtete und verschraubte Aufzugskrone der besonders wasserfesten Rolex Sportmodelle.

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Gekennzeichnet sind Triplock-Kronen durch die Rolex Krone und drei Punkte darunter.

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Tropical Dial: bezeichnet eine Zifferblatt-Anomalie bei Rolex Sportmodellen, bei der sich ursprünglich schwarze Zifferblätter im Laufe der Zeit vermutlich durch UV-Einstrahlung braun verfärben.

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(Quelle: Professionalwatches)

Bei den Tropical Dials hängt der Wert erheblich von der Gleichmäßigkeit der Verfärbung ab.

Turning Matte Dial: steht für ein Glanzblatt (Glossy-Dial, s.o.), welches altersbedingt matt wird. Besonders oft ist dieser Effekt bei der Rolex Sea Dweller  Ref. 16660 zu beobachten, aber z.B. auch bei der GMT-Master.

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Tuxedo dial: steht für einen zweifarbigen Zifferblatttyp bei Rolex. Das Zentrum des Blattes ist üblicherweise weiß oder Stahl, der äußere Ring dunkel oder schwarz.

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Twin Lock: bezeichnet die zweifach abgedichtete und verschraubte Aufzugskrone der besonders Rolex Sportmodelle.

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Gekennzeichnet sind Twinlock-Kronen durch die Rolex Krone und zwei Punkte darunter.

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Two Liner: (auch: 2-Liner)wird oft bei der Submariner no date verwendet. Diese gibt es mit einer zweizeiligen und mit einer vierzeiligen Beschriftung im unteren Bereich des Zifferblattes. Die zweizeiligen Blätter finden mehr Zuspruch und werden Two Liner genannt.

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UAE: Dieses Kürzel steht für „United Arab Emirates“ und bei Rolex für Uhren, die vom Königshaus der Vereinigten Arabischen Emirate, genauer von seiner Hoheit Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum als Geschenke ausgegeben worden sind. Diese Uhren gibt es aus vielen Rolex-Modellreihen und es verschiedene Versionen. Einige zeigen das Herrscher-Wappen als Raubvogel-Silhouette und teilweise die Signatur des Herrschers auf dem Blatt, und meist auch auf der Box.

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Eine andere Versione (die es in verschiedenen Abwandlungen gibt) zeigen ebenfalls einen Raubvogel als Wappen.  Dieser schließt die Flügen zu einem Kreis.

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Darüber hinaus finden sich weitere UAE-Rolex, die z.B. in den Streitkräften des Emirates eingesetzt worden sind.

DSCN1229[1]56_4_big[1]Allen Rolex-UAE gemein ist, dass sie wesentlich preisintensiver sind als vergleichbare Standardmodelle ohne diese Provenienz.

Underline: In den frühen 1950er Jahren bis in die frühen 1960er Jahre verbaute Rolex Zifferblätter, die einen kleinen Unterstrich im Bereich der oberen Zifferblattbeschriftung zeigten. Diese Blätter sind heute selten und gesucht. Sie nennen sich “underline dials”. Ursprünglich war dies eine Markierung für Uhren, bei denen nicht mehr Radium als Leuchtmasse verwendet worden ist.

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Unicorn: bezeichnet ein Unique Piece der Rolex Daytona Ref. 6265.

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Es handelt sich um die einzige (bekannte) Rolex Daytona mit Handaufzug, die in einem Weißgoldgehäuse verkauft worden ist.

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Eigentlich wurden diese Art Handaufzug-Daytonas nur in Edelstahl bzw. 18 K Gelbgold (sowie 14 K Gelbgold für den US-Markt) gefertigt. 1971 aber fertigte dieses Einzelstück in 18 K Weißgold für einen deutschen Konzessionär im Auftrag eines ebenso vermögenden wie einflussreichen Kunden. Die Uhr hat ein Sigma-Dial (s. die Erklärung weiter oben) sowie ein ungewöhnliches Weißgoldband, dass normalerweise an der Ref. 1507 Oyster Date Verwendung fand.

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Die Uhr war zwischen 1971 und heute mehrmal auch bei Rolex zum Service, was die Authentizität des Stücks belegen dürfte. Die Uhr gehörte u.a. dem bekannten Rolex Sammler und Experten John Goldberger.

Sie wurde im Mai 2018 bei Phillips in Genf für 5,9 Millionen US$ versteigert.

Vanilla Sky: bezeichnet eine Verfärbung des Blattes einer Rolex Daytona Ref. 16520 mit weißem Blatt.

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(Quelle: Luxify)

Zenithdaytona: steht für die Generation der Rolex Daytona Ref. 16520 und ihre edelmetallhaltigen Schwestern, die erste Daytona mit Automatik-Uhrwerk. Rolex nutzte ab der Einführung dieses Modells in 1989 El Primero Uhrwerke von Zenith, veränderte diese aber technisch (u.a. kein Datum, niedrigere Frequenz). Es trug die Bezeichnung Kaliber 4030.

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In Anlehnung an das Grundwerk von Zenith wird diese Generation der Daytona auch „Zenithdaytona“ genannt.

Diese Generation wurde bis in das Jahr 2000 gebaut und dann von der Ref. 116520 mit hauseigenem Manufakturkaliber 4130 abgelöst

Mehr zur Zenithdaytona u.a. hier im Blog:

https://100percentpassion.net/2015/07/25/die-verschiedenen-gesichter-der-rolex-daytona-ref-16520/

https://100percentpassion.net/2014/09/19/die-rolex-zenith-daytona-in-gelbgold/

4-liner Dial: steht für Blattvariante bei Zenithdaytona Modellen (s.o.) der frühen 1652x Baureihe, bei welchen unterhalb der Rolex-Krone nur vier statt der üblichen fünf Zeilen zu finden sind. Der Schriftzug „Officially Certified“ fehlt beim 4-liner Dial.

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200 bezel: steht für eine Lünettenvariante der Daytona, bei der die Skaleneinteilung bei 200 beginnt und bei 50 endet. Das war der Standard bei den Daytona-Handaufzugmodellen und bei frühen Uhren der Zenithdaytona (s.o.)  Ref. 1652x zu finden.rolex-16520-daytona-4-line-200-bezel-1-1200x1072
225 bezel: steht für eine Lünettenvariante der Zenithdaytona (s.o.), bei der die Skaleneinteilung zusätzlich über die Zahl 225 verfügt. Diese Lünette ist bei Uhren der frühen Baureihe Ref. 1652x zu finden.

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(Quelle: RLX)
300 bezel: bezeichnet eine Lünettenvariante der Rolex-Daytona, bei der die Skaleneinteilung bei 300 beginnt und bei 60 endet. Diese Lünette ist bei frühen Modellen der Handaufzug-Daytona zu finden.

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400 bezel: ist die Bezeichnung für eine Lünettenvariante der Rolex Daytona, bei der die Skaleneinteilung bei 400 beginnt und bei 60 endet. Diese Lünette ist Standard bei den meisten Modellen der Zenithdaytona (s.o.) Ref. 1652x, sowie bei aktuellen Daytona-Modellen.

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904L : steht für eine Edelstahl-Legierung, die von Rolex für die Gehäuse der Uhren und für die Metallarmbänder genutzt wird. Dieser Stahl ist sehr hart, seewasserfest und besonders resistent gegen Korrosion. Nur Rolex nutzt diese Stahlsorte für Uhren. Sie findet sonst in chirurgischen Instrumenten Anwendung.

… to be continued…!

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17 Kommentare

  1. Hallo Herr Glistau, danke für die tollen Infos! Da lernt man auch als Konzi immer wieder etwas dazu… 😉 Freundliche Grüße, Kurt Ohlsen

  2. Lieber Herr Ohlsen, Rolex Enthusiasten sind sehr ideenreich beim Erfinden neuer Begrifflichkeiten. Und das erste Update steht bereits bevor. Wahnsinn, wie viele Begriffe und Nicknames es rund um Rolex gibt! Bis bald mal wieder in Flensburg!

    Ihr Sascha Glistau

  3. Endlich mal wieder ein Bericht über ROLEX…

    Vielen Dank

    Und Viele Grüße

  4. Diese Blog ist einfach unbeschreiblich toll! Danke dafür

  5. Hi Sascha
    Bin auch begeistert was du da wieder zusammen gebracht , gestellt hast immer wieder lesenswert
    Gruß Peter aus Berlin

    Hoffe wir treffen uns noch auf ein Bier bzw. Kaffe in Berlin

  6. Hej Sascha, toller und sehr informativer Rolex-Blog!

    Ich habe folgende Frage: ich besitze aus Familien-Nachlass eine Submariner, Ref 5513/0 mit Seriennummer 1296xxx.
    Leider gab mir Rolex keine Auskunft über das Herstellungsjahr auf meine schriftliche Anfrage.
    Hast Du hier eine Quelle für Produktionsjahr? Ich glaube es müsste etwa zwischen 1965-1967 sein.

    Gerne höre ich von Dir.
    Sonnige Festtage
    Gruss
    Patrik

    • Hallo Patrik,
      vielen lieben Dank für Deine nette Nachricht!
      Schau mal hier in meinem Blog gibt es einen Artikel mit dem Titel „Die Rolex Codes“ .
      Dort findest Du eine Übersicht mit Gehäusenummern sortiert nach Herstellungsjahren. Das sollte Dir eine grobe Richtung aufzeigen wie alt Deine Uhr ist. Beste Grüße! Sascha

      • Danke vielmals Sascha für deine rasche und hilfreiche Antwort – dann stammt meine Submariner wie vermutet von 1966 und ist somit so alt wie ich..

        Schönen Jahreswechsel in ein spannendes Uhrenjahr 2018!
        Gruss
        Patrik

  7. Super! Dir auch einen guten Rutsch in das Jahr 2018!

    Beste Grüße!

    Sascha

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