Eine Uhr, die Hublot ist.


Wie bereits an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt interessiert mich das Thema Uhren seit zweieinhalb Jahrzehnten. Und in dieser Zeit habe ich nahezu alle großen Uhrenmarken besuchen und erleben dürfen. Und dachte, dass ich nahezu alles gesehen habe.

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Und ich hatte meine Meinung von der Uhrenmarke Hublot. Dachte ich zumindest. In Wirklichkeit hatte ich keine Ahnung!

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Denn eigentlich habe ich mich von manch lauten und bunten Marketingauftritt der Marke aus Nyon nahe Genf etwas blenden lassen. Mein erster Blick war also deutlich getrübt, ohne dass ich das gemerkt hätte.

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Vor kurzem nun brachte mich ein guter Freund der Marke näher. Genauer: er nahm mich einfach mit nach Nyon. In der Retrospektive betrachtet war das tatsächlich die einzige Möglichkeit, meine Meinung über Hublot zu revidieren.

Und das habe ich u.a. hier in diesem Blog ja auch getan:

Hublot – kein Platz für Bluff

Bei diesem Besuch öffnete sich mir eine gänzlich neue Welt und zu dem der Blick auf die Marke Hublot. Ohne viel darüber zu sprechen tut diese Marke und vor allem die Menschen rund um Jean-Claude Biver mehr, als die meisten anderen Uhrenmarken. Man geht bewusst einen sehr anspruchsvollen Weg, der sich an den eigenen Maßstäben orientiert. Und die sind höher, als die Ansprüche, welche die meisten uhreninteressierten Menschen „von aussen“ an eine Marke stellen.

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Dabei ist die Geschichte von Hublot tatsächlich faszinierend wenn man bedenkt, dass es sich um eine gerade einmal 36 Jahre alte Marke handelt. Siehe hier:

Hublot History

Und was für Uhren gerade in den letzten zehn Jahren entstanden sind übersieht schnell, wer sich, so wie ich einst, vom ersten lauten und bunten Eindruck der Marke blenden lässt. Die Modelle der Masterpiece-Kollektion (abgekürzt: MP) sind ein eindrucksvoller Beweis für die Kompetenz der Uhrenmarke Hublot.

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Über die oben abgebildete MP-05 LaFerrari mit ihren 50 Tagen (!) Gangreserve habe ich ja bereits berichtet.

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Mich begeistert nicht nur, was die Uhrenmarken machen. Viele bauen tolle Uhren. Mich interessiert auch, wie man die Dinge macht und vor allem wer es macht. Bei den letzten beiden Punkten kann man bei vielen, durchaus auch bekannten Marken der Uhrenbranche eine gewisse Ernüchterung erfahren, wenn man hinter die Kulissen schaut. Nicht aber bei Hublot. Eher ganz im Gegenteil.

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Mich hat bei meinem Besuch enorm viel beeindruckt. Vor allem aber die Menschen in Nyon. Sie scheinen nicht nur Angestellte zu sein. Sie sehen sich als die Marke Hublot, egal mit wem man spricht. Eine Art große Familie, und das ist kein Marketing-Spruch sondern Realität.

Besonders hat mich beeindruckt, dass Hublot ständig an neuen Materialen forscht. Klar, eine Uhrenmarke, deren Kern „The Art of Fusion“ ist, sprich die Fusion verschiedenster Materialien in einer Uhr, kommt irgendwann an die Grenzen der vorhandenen Materialien. Dann muss man eben neue Materialien entwickeln. Das Hublonium, das Texalium, das King Gold, die rote Keramik oder aber das Magic Gold sind auf diese Weise entstanden.

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Der oben gezeigte relativ unansehnliche Block ist eine Revolution! Auch wenn man es ihm nicht auf Anhieb ansieht.

Gold ist wohl das berühmteste (Edel-)Metall der Welt. Viele Mythen ranken sich darum. Und es ist absolut begehrenswert. Gold hat viele Vorteile. Es oxidiert nicht, es ist sehr wertvoll und schön. Aber es haut auch Nachteile. Die Besitzer einer goldenen Uhr wissen das nur zu gut. Gold ist sehr weich und zerkratzt schnell. Leider. Oder besser: bis jetzt.

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Hublot entwickelte das kratzfeste Magic Gold, weil man Uhren bauen möchte, die auch äußerlich ewig haltbar sind. Also tat man sich mit der EPFL (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) zusammen und schaffte das Unmögliche: kratzfestes 750er Gold.

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Im obigen Bild kratze ich mit voller Kraft mit einem Metallbohrer auf einer Magic Gold Scheibe. Und siehe da:

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Keine Spur von einem Kratzer.

Magic Gold entsteht wie folgt:

Man nehme Keramikpulver, präzise: Borkarbidpulver.

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und presse es zu einem zylindrischen Hohlkörper

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Dann schmelze man reines Gold mit etwas Platin und Kupfer

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Und gieße es in den Hohlraum des zylindrischen Keramikhohlkörpers

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Dann braucht man unvorstellbar hohen Druck. Dabei presst sich das flüssige Gold in die Hohlräume zwischen den Keramikpartikeln. Wichtig dabei sind zwei Dinge: zum einen müssen diese Hohlräume exakt 75 Volumen-Prozent des zylindrischen Hohlkörpers ausmachen (schließlich soll ja 750er Gold entstehen) und diese Hohlräume müssen absolut gleichmässig verteilt sein, damit es das Gold später auch ist.

Als Ergebnis entsteht der oben bereits gezeigte, etwas unansehnliche innen hohle Zylinder (im folgenden Bild links, neben dem reinen Keramik Rohling).

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Was nun entstanden ist stellt wirklich kratzfestes Gold dar: das Magic Gold. Es besteht aus 75 Prozent Gold und ca. 25 Prozent Keramik plus etwas Platin und Kupfer.

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Was hier so einfach klingt verschlang mehrere Jahre an Grundlagenforschung, viele Millionen schweizer Franken und 20 Kilogramm reines Gold, welches man für die Forschung verbraucht hat. Wohlgemerkt ohne dass dieses Ergebnis von vorne herein feststand. Es hätte auch schief gehen können. Ist es aber nicht.

Nun hat man dieses Material, dessen Härte nahe bei 1.000 Vickers liegt. Dies ist mehr als das Zweifache des „standardmäßigen“ 18-karätigen Goldes, das nur 400 Vickers erreicht. Edelstahl besitzt eine Härte von etwa 600 Vickers.

Und im metallurgischen Labor bei Hublot,

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in dem man mir das Magic Gold zeigte und erklärte sprang mir dann auch mein Gral von Hublot ins Auge:

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Um präzise zu sein ist es nicht exakt die gezeigte Uhr, denn das ist eine limitierte Edition für Ferrari.

Mein Herz schlägt seit diesem Tag für die Unico Big Bang Full Magic Gold.

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Dieses Modell vereint das höchst faszinierende, kratzfeste Magic Gold mit bester Manifakturtechnik in Form des Kalibers HUB 1240 UNICO.

Folgend einige Eindrücke der Uhr von aussen.

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Kann man diese Uhr nicht toll finden?

Das Magic Gold kann übrigens nur per Laser und diamantierten Werkzeugen bearbeitet werden. Wetten, dass Sie da kaum einen Kratzer rein bekommen?!

Aber auch die Inneren Werte der Uhr stimmen. Das Gehäuse ist, verglichen mit den Gehäusen andere Hersteller, alleine schon ein mikromechanisches Meisterwerk.

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Auf dieser Liste finden sich die Einzelteile für ein einziges Gehäuse.

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Und hier sind diese vielen Teile mal in einer Explosionszeichnung dargestellt.

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Das ist schon klasse verglichen mit dem halben Dutzend Teile, die ein normales Gehäuse hat!

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Aber auch das Uhrwerk hat es in sich!

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Es handelt sich, wie bereits erwähnt, um das Manufakturkaliber HUB 1240 Unico.

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Es handelt sich um eine Chronographenkaliber mit Schaltradsteuerung, doppelter vertikaler Kupplung und Flyback-Funktion.
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Bereits seit 2013 wird die ursprüngliche Big Bang mit dem hauseigenen Säulenrad-Chronographenwerk Unico ausgestattet, das mit seiner zifferblattseitig sichtbaren Doppelkupplung einmalig in der Uhrenbranche ist.

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Das obige Bild zeigt eine Variante des HUB 1240. Es handelt sich um das Kaliber HUB 1242, das für die Safirglasversion des Big Bang Chronographen gefertigt wird. Wenn Sie genau hinschauen erkennen Sie, dass diese Uhr ein Gehäuse aus transparentem Safirglas besitzt. Auch so eine Idee von Hublot…!

Doch zurück zu meinem Gral aus Nyon.

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Die Big Bang Unico wurde mit dem neuen Armbandsystem „One Clic“ versehen. Dank dieses Schnellwechselsystems lässt sich das Armband im Handumdrehen der Garderobe oder der Stimmung anpassen. Im folgenden ist einer der Drücker dieses „One Clic“-Systems am Bandanstoß zu erkennen.

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Zum 10-jährigen Jubiläum der Big Bang präsentiert Hublot auf der BaselWorld die Version in Full Magic Gold. Das robuste Gehäuse misst satte 45 mm Durchmesser.

Für mich diese Uhr Hublot. Sie ist die perfekte Fusion von Traditionsbewusstsein und der Kreativität des 21. Jahrhunderts. Die Fusion eines revolutionären Materials – des berühmten Magic Gold, des einzigen kratzfesten Goldes der Welt – und des ikonischen Designs der BIG BANG, mit dem Manufakturwerk UNICO.

Die Marke Hublot war für mich tatsächlich Liebe auf den zweiten Blick. Die hier vorgestellte Unico Big Bang Full Magic Gold hingegen war Liebe auf den ersten Blick!

 

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