Rolex Deep Sea D-Blue – the most beautiful beast


Die Rolex Deep Sea ist vielleicht die einzig verbliebene, professionelle Taucheruhr von Rolex. Mit ihrem Ring Lock-System und dem Heliumventil sowie einer Wasserdichtheit von 3.900 Metern respektive 12.800 Fuß zeigt sie alle Merkmale eines professionellen Instruments für die Zeitmessung unter Wasser.

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Und nicht zuletzt ist sie seit der Baselworld 2017 die einzige professionelle Taucheruhr von Rolex, die in Anlehnung an ihre professionellen Vorfahren noch immer keine Datumslupe (die, nebenbei bemerkt, bei einer Taucheruhr unter Wasser schlicht unsinnig ist) hat.

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Die Referenz 116660-003, mit bürgerlichem Namen „Sea Dweller Deep Sea D-Blue“ und mit dem Nickname „James Cameron“ versehen, ist die Schwester der im Jahr 2008 eingeführten „normalen“ Rolex Deep Sea Ref. 116660-001.

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Sie wurde im Jahr 2012 vorgestellt.

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Ich kann mich noch gut an den Aufschrei der Rolex Fans damals erinnern, als die gute alte (und vergleichsweise klein proportionierte) Sea Dweller Ref. 16600 von der wesentlich größeren (44mm vs. 40mm) und höheren (fast 17,68mm vs. 15mm) Deep Sea ersatzlos abgelöst worden ist.

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Als untragbar wurde die Deep Sea von vielen bezeichnet. Für mich ist und bleibt sie das „beautiful beast“  .

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Die D-Blue unterscheidet sich technisch nicht von der „normalen“ Deep Sea. Alleine das Zifferblatt wurde umgestaltet.

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Das höchst interessante Blatt ahmt den Farb- und Lichtverlauf unter Wasser, von einem hellen Blau habe der Wasseroberfläche bis hin zu einem tiefen Dunkelblau oder fast Schwarz, nach.

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Ebenfalls geändert wurde der Schriftzug des Blattes.

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Das „DEEP SEA“, bei der „nomalen“ Deep Sea oberhalb der Zeigerachse platziert, wanderte nun auf eine Position unterhalb der Zeigerachse und wandelte seine Farbe von weiß nach lindgrün.

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Diese Farbe ist eine Hommage an die Farbe des Tauchbootes „Deep Sea Challenge“, mit dem James Cameron im Jahr 2012 in den Mariannengraben hinab getaucht ist.

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Er vollführte dabei einen Tauchgang, den im Jahr 1961 die „Trieste“ mit der Besatzung Picard /Walsh schon einmal und erstmalig geschafft hatte. Auf dem damaligen Tauchgang hinab in die tiefste Meerestiefe war außen an der Trieste eine experimentelle Taucheruhr von Rolex befestigt, die Deep Sea Special.

Mehr zu dieser Expedition und den Deep Sea Specials von Rolex habe ich hier geschrieben:

Rolex Deep Sea Special 

Auch bei James Camerons Tauchgang war eine experimentelle Rolex außen an der Tauchkapsel befestigt.

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Interessant anzuschauen ist auch die Homepage zu dieser Expedition

Deep  Sea Challenge 

und der Film, den der Regisseur James Cameron von seiner Tauchfahrt gedreht hat.

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Es war die Rolex Deep Sea Challenge, eine übergroße Version der Deep Sea, die bis 12.000 Meter respektive 39.370 Fuß wasserfest ist, die James Cameron mit hinab in den Marianengraben genommen hat und die den Tauchgang unbeschadet überstanden hat. Die Deep Sea Challenge ist mit 51,4mm im Durchmesser und 28.5mm in der Höhe ein beeindruckendes mechanisches Instrument.

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Auch über die Deep Sea Challenge habe ich bereits berichtet.

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Mich persönlich fasziniert an der Deep Sea, unabhängig von der Version, die ausgeklügelte Technik, mit der Rolex die immense Wasserfestigkeit von knapp 4.000 Metern schafft und die Deep Sea dabei trotz alledem eine tragbare Uhr bleibt.

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Im Unterschied zur „normalen“ Sea Dweller oder Submariner, bei denen der Druckkörper von Glas, Gehäusemittelteil und Bodendeckel besteht (siehe das Bild oben) zeigt die Deep Sea das sog. Ring Lock System.

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Dieses besteht ebenfalls aus dem sehr massiven Safirglas (etwa 4mm stark, im Bild oben blau). Dieses sitzt auf dem Ring Lock-Ring (im Bild oben rot) auf. Dieser Ring sitzt im Gehäusemittelteil, ist aber ein separates Bauteil. Dieser Ring wiederum ist auf der Unterseite mit einem Deckel aus Titan (im Bild grau) abgedichtet. Dieser Titan-Deckel ist nur ein Teil des Bodendeckels. Dieser besteht zusätzlich noch aus einem Edelstahl-Ring, der im Gehäusemittelteil verschraubt ist und den Titan-Deckel gegen den Ringlock-Ring presst.

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Diese Konstruktion, die in verstärkter Form auch in der Deep Sea Challenge Anwendung findet, ermöglicht diese beeindruckenden Wasserfestigkeiten.

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Hier das technische Datenblatt des Ring Lock-Systems von Rolex.

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Das folgende Bild zeigt das technische Datenblatt des gesamten Deep Sea Gehäuses.

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Rolex testet die Deep Sea in einem speziell dafür von Comex entwickelten Testgerät ca. 25 Prozent über die auf dem Blatt angegeben Tauchtiefe.

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Die Geschichte von Rolex und Comex ist eine eigene Geschichte, die ich hier bereits ausführlich erzählt habe:

Rolex Comex – into the details 

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Aber die Deep Sea-Modelle zeigen noch ein anderes technisches Schmankerl, das man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Es betrifft die Schließe des Oysterbandes.

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Diese Schließe der Deep Sea (siehe Bild oben links) sieht geschlossen exakt so aus wie die der Sea Dweller oder die der Submariner (siehe Bild oben rechts) . Jedoch ist der technische Aufbau der Schließe vollständig anders.

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Man kann das Band der Deep Sea auch bei angelegter Uhr verkürzen bzw. verlängern. Das geht über eine zweigeteilte Schließe. Den Mittelteil kann man bei geöffnetem Sicherheitsbügel hochklappen und dann die rückwärtige Bandhälfte (jene, die bei 12 Uhr am Gehäuse ansetzt und an der die Fliplock-Tauchverlängerung sitzt) in den Schließenkasten hinein- oder herausschieben.

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Bei der Sea Dweller oder Submariner (siehe Bild oben) muss man die Uhr vom Arm nehmen um die Länge des Bandes zu verstellen.

Ab und kritisieren manche Menschen das Oysterband der Deep Sea. Es sei zu schmal für das wuchtige Gehäuse. Argumentiert wird dann oft, ein breiteres Band würde der Uhr optisch besser stehen. Im Prinzip gehe ich mit dieser Argumentation mit. Aber diese Uhr ist ein professionelles Zeitmessinstrument und hier folgt die Form der Funktion. Und fakt ist (ich tauche auch mit meiner Deep Sea und kann daher auch aus der Praxis berichten), dass sich die Uhr exakt an diesem Band sehr gut und auch bequem tragen lässt. Mit einem breiteren Band sähe das speziell an schmalen Handgelenken wir meinem ganz anders aus.

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Allen, die ein anderes Band an der Uhr wünschen seien die Kautschukbänder von Rubber B ans Herz gelegt. Diese sind eine sehr sinnvolle Ergänzung!

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All das macht die Rolex Deep Sea, auch im Unterschied zur Sea Dweller und zur Submariner, wirklich zu einer Uhr, die man zum professionellen Taucheinsatz bedenkenlos mitführen kann. Eben zu einer Toolwatch, die ihren Namen auch verdient.

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Zur Deep Sea D-Blue gibt es auch ein toll gestaltetes Buch mit dem Titel „The Last Frontier“. Auch das habe ich in meinem Blog bereits beschrieben:

The Last Frontier 

Für mich ist und bleibt die Deep Sea eine der technisch interessantesten Rolex Uhren der Neuzeit. Mit 17,5 cm Handgelenkumfang ist ihre Tragbarkeit für mich grenzwertig, aber durchaus machbar. Und genau deswegen ist diese Uhr, in der optisch sehr ansprechenden D-Blue Variante, auch Teil meiner Uhrensammlung.

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Abschließend habe für alle interessierten Leser noch die E-Broschüren der Rolex Deep Sea für die „normale“ Referenz 116660-001 mit schwarzem Blatt…

m116660-0001_DE

…und für die Referenz 116660-003 D-Blue …

m116660-0003_DE

…zur weiteren Lektüre beigefügt.

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3 Kommentare

  1. Just beautiful that’a all Just beautiful

  2. Prima Beschreibung, Danke !
    P.S. „Mariannengraben“ hat nicht mit dem Graben der M.. zu tun, die korrekte Schreibweise „M a r i a n e n g r a b e n‘.

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