Welcome to the future


Die Leser meines Blogs wissen, dass meine Passion sehr guten und vor allem komplexen mechanischen Zeitmessern gilt. Solche, die von echten und authentischen Uhrenmanufakturen erdacht und gefertigt werden. Von Manufakturen, die diese kleinen Kunstwerke auch in 20 oder 40 Jahren noch warten und reparieren können.

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Ich spreche hier von Uhren, die auch meinen Kindern und Enkeln noch Freude bereiten werden.

img06Und nun lesen sie hier meinen allerersten Artikel über eine Uhr aus dem Hause TAG Heuer. Sicher ist diese Marke bekannt für ihre Chronographen der 1960er bis 1980er Jahre. Für die Verbindung zum Motorsport. Aber für komplexe mechanische Uhren, die meine Passion immer und immer wieder aufs Neue beleben, ist TAG Heuer nicht gerade bekannt.

img02Warum also schreibe ich nun diesen Artikel über TAG Heuer?

Die Antwort ist ebenso simpel wie einleuchtend: weil es in diesem Artikel um nicht weniger als um die Zukunft des Uhrenbaus geht.

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Seit Christiaan Huygens im Jahr 1673 seine Abhandlung „Horologium Oscillatorium“ über eine ganggenaue Pendeluhr  mit einem Zykloidenpendel veröffentlicht gab es in der Entwicklung und im Bau mechanischer Uhren zwar einige, z.T. bahnbrechende Entwicklungen. Man denke nur an das Tourbillon von Breguet, an Ewige Kalender, an Repetitionsuhren, an Uhren mit gyroskopisch gelagerter Hemmung und an all die neuen Materialien rund um das Silizium.

zenith-academy-christophe-colomb-hurricane-11Doch eines änderte sich in den letzten knapp 450 Jahren kaum: man konnte primär genau die Uhren kaufen, die den Ideen der Uhrenmarken entsprungen sind. Eigene Wünsche und Vorstellungen wurden, wenn überhaupt nur sehr begrenzt bei oft sehr teuren Uhren möglich, die dann sogleich Einzelstückcharakter besaßen. Entweder gefallen einem also Uhren „von der Stange“ oder aber sie gefallen einem nicht.

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TAG Heuer rüttelt seit dem 14. März 2017 an genau diesem bisher unverrückbar feststehenden Grundsatz der Uhrenherstellung und des Uhrenvertriebs. Und weil ich der festen Überzeugung bin, dass die zunehmende Digitalisierung auch das Konsum- und Kaufverhalten der Menschen massiv beeinflusst und dies in Zukunft in viel größerem Maße tun wird ist das, was TAG Heuer im März 2017 begonnen hat der erste gewaltige Schritt in Richtung Zukunft für den Uhrenbau.

img01Stellen sie sich vor, sie könnten eine Armbanduhr tragen, die immer und überall ihren persönlichen belangen entspricht. Bisher hieß das: man brauchte unweigerlich mehrere Uhren. Die Sportuhr mit Herzfrequenz und GPS, die mechanische Allrounduhr die genau dann passt, wenn Casual angesagt ist und eine feine mechanische Uhr für den Anzug.

Ganz kompliziert wurde es bisher, wenn man zum Outfit nicht nur den passenden Gürtel oder die passenden Schuhe tragen wollte, sondern auch die passende, auf das Outfit abgestimmte Uhr.

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TAG Heuer präsentierte nun ein System, eine Art Baukasten, mit dem man zu wirklich jedem Anlass seine passende Uhr selber erschaffen kann. Und das geht weit über den Wechsel eines Armbands hinaus.

Bei der TAG Heuer Connected Modular 45 kann man nahezu jede größere Baugruppe, also Gehäuse, Bandanstöße, Uhrwerk/Digital-Modul, Armband Schließe tauschen und alles mit einander nach Belieben kombinieren. Und die Einzelteile gibt es in verschiedenen Materialausführungen, mit und ohne Steinbesatz etc.

Unbenannt3Wir sprechen tatsächlich über ein Systembaukasten, mit dem jeder auch ohne Werkzeug und ohne uhrmacherische Fähigkeiten seine ganz persönliche Uhr bauen kann. Und das geht von der Smartwatch bis hin zum mechanischen Chronograph mit Tourbillon.

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Jeder kann sich per Online-Konfigurator seine Traumuhr zusammenstellen und dann auch später über den Zukauf von Bauteilen immer wieder verändern. Theoretisch sind unendlich viele Möglichkeiten der Kombination dieser Einzelteile möglich, doch TAG Heuer begrenzte die tatsächliche Anzahl auf 850.

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Man kann nun also zum Sport seine Sportuhr am Kautschukband tragen, daraus im Handumdrehen eine Smartwatch oder einen mechanischen Chronographen, passend zum neuen Outfit z.B. am Canvasband machen und abends dann die Uhr wiederum zu einem Tourbillon am hochwertigen Lederband  umwandeln. Mit diesem einen System.

21796-282a28ee1473d2e5959da60e17883a22Das ist bahnbrechend. Kaum auszudenken, welche Möglichkeiten TAG Heuer in den kommenden Jahren mit anderen Gehäusen, Uhrwerken, Materialien etc. noch präsentieren wird!? Die Technologie der Smartwatch entwickelte TAG Heuer z.B. zusammen mit Google.

img07Die Preise bewegen sich dabei zwischen 1.600 Euro für die Smartwatch bis hin zu etwa 17.000 Euro für den mechanischen Chronographen mit Tourbillon. Jedes beliebige Einzelteil oder Modul kann später natürlich dazugekauft werden.

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Ich werde sicher trotz alledem kein Fan der Smartwatch werden. Meine Passion ist und bleibt die mechanische Uhr. Aber der bahnbrechende Ansatz, den TAG Heuer hier gewählt hat begeistert mich enorm. Und es gibt ja auch einen mechanischen Chronographen mit Tourbillon für Mechanik-affine Menschen wie mich…!

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Die Zukunft der mechanischen Uhr hat also begonnen. Und wir sind live mit dabei!

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