Die IWC Ingenieur Ref 1832 Jumbo – ein Review


In meiner ganz persönlichen IWC-Hierarchie steht diese Uhr ziemlich weit oben, und ich habe doch die eine oder andere IWC.
Nicht nur, dass sie selten ist, nicht nur im TOP-Zustand, nicht nur mir dem Gipfel der IWC-Manufakturwerke, dem 8541ES ausgerüstet, sondern einfach die Ikone schlechthin. Eine Design Ikone, von der IWC heute noch lebt.

Die Uhr wurde in den 70’er Jahren von Gerald Genta entworfen, der damals auch die Patek Philippe Nautilus und die AP Royal Oak entworden hat. Wenn man denkt, was diesen beiden draus gemacht haben, gewinnt das o.a. Zitat eine ganz andere Bedeutung. Das Inhalieren der Heritage ist für andere gedacht. Meine stammt aus Nürnberg und wurde am 06.02.1979 (ein Dienstag), vermutlich zum Listenpreis von 2.750,00 DM, verkauft. Dann verliert sich die Spur, bis mir die Uhr am 10.09.1995 auf einer Uhrenbörse über den Weg lief. Bestechend waren Zustand und Vollständigkeit, der Preis weniger. Bereits damals hatte sich der Preis nach oben bewegt, ich habe trotzdem nicht so lange überlegt und schließlich zugeschlagen, Anzahlung geleistet und den Rest dann überwiesen. Ein paar Tage später war sie da.
Seither hat die Uhr preislich eine noch fulminantere Entwicklung genommen. Während Jahre lang kaum welche auf dem Markt waren, sind derzeit einige unterwegs, die Preise schwanken erheblich, zwischen 8.000 und 13.000 EUR. Bis jetzt war nicht rauszukriegen, warum es damals 2 verschiedene Zifferblätter gab, das normale glatte schwarze Zifferblatt und das schwarze Waffelzifferblatt (Checkers) gab. Natürlich sind im Netz viele Bilder von Jumbos unterwegs, darum habe ich das ganze mal aufgebohrt und die 1832 komplett reingestellt. Es ist interessant, was damals so bei einer Uhr dabei war. Ich halte diese Zusammenstellung für relativ „Original“ (die Dinge selbst deuten einfach drauf hin). Es ist mir und anderen Hardcore-IWC’lern noch nicht abschliessend gelungen herauszufinden, ob es nicht auch andere Boxen gegeben hat. Natürlich trage ich die Uhr auch, wenn auch nur gelegentlich.

Erst mal ein paar Überblicksbilder.

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image image imageDie Originalschachtel, die goldfarbenen gab’s in verschiedenen Formen, hier liegt die Uhr quer auf einer Spange drin.

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Der Bodenaufkleber hat die Jahre auch recht gut überstanden, und damals waren das noch 120 m !

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Schauen wir uns die Schliesse mal genauer an, damals fing das mit den Sicherheitsbügeln an.

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Von einer Feinverstellung reden alle heute, damals war das kein Thema.

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Habe ich auch schon viele Jahre nicht mehr zum Kaufen gesehen.

Bleiben wir beim Band, Stretch ist ja wohl mehr ein Thema von Rolexen aus dieser Zeit. das Band ist geschmiedet, ich möchte nicht wissen, was sowas heute kosten würde.

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Das von mir so geliebte aufgesetzte IWC Logo aus der damaligen Zeit.

imageHier sieht man sehr schön, dass die Lünette mit einem besonderen Schlüssel eingedreht wurde (daher ja auch die fünf Bohrungen in der Lünette). Durch die Makroaufnahme sieht man die Materialbeanspruchung. Übrigens, ein lieber netter Mensch bei IWC hat das Gewinde nachgeschnitten, damit das ganze symetrisch aussieht (keine Hoffnungen, IWC macht das selbst als Auftrag nicht).

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Serie ist „zufällige Position“. Begründet hat das mit dem Charakter der Uhr, nicht die Optik bestimmt, sondern Technik.

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Jetzt kommen noch ein paar Dinge, die die Uhr erst komplett machen.

Bei diesem Teil dürfte es sich um einen Aufsteller für’s Schaufenster gehandelt haben.

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In diesem kleinen Plastikmäppchen befindet sich das, was man so als Papiere bezeichnet.

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Das Goldheftchen. passend zur Box und zur Zeit.

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Hier fehlt dann eine Seite, in dem Heftchen ist nur noch der Perforationsaussriß, ich nehme an die Durchschrift ging nach Schaffhausen.

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Richtig gelesen, da steht was von 30 Jahren.

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Ich hab die ganzen Adressen reingestellt, teilweise wirkt das wie aus einer anderen Welt.

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In der Karabik wurde schon immer gerne eingekauft.

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Ein Konzessionär Kabul (!), an sich ohne Worte.

Dafür kein China und kein Singapur.

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Und dann noch ein Heftchen, mit allgemeinen Verhaltensmaßregeln, durch das kleine Loch nehme ich an, das ist so ein „hanging tag“:

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Zum Schluss noch etwas drum rum.

Hanno Burtscher, Designer der 80’er Jahre bei IWC hat vor rund 15 Jahren mal so ein paar Bilder gemacht, besser gesagt 50 Stück, die gab’s auch für die Mark XI (und ich hab das nicht gekauft).

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Und ganz am Schluss, back to the roots:

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Hier das die verschiedenen Versionen der Ingenieur:

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sowie die Uhren mitsamt Zubehör:

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Die 1832…eine legendäre Referenz. Die hier war auch komplett, auch mit der goldenen Box mit rotem Samt ausgekleidet.

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Die IWC Ingenieur Ref. 1832 Jumbo ist und bleibt eine legendäre Uhr der IWC!

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iwc_ingenieur_ref___1832_sl_jumbo_1979_caliber_8541_box__certifificate_3_lgw[1]

Dieses Review entstand mit großartiger Hilfe von Karl und Chronodato aus der Watchlounge! Vielen Dank Euch zweien!

Kategorien:IWC Schaffhausen

3 Kommentare

  1. Leider gibt es von der 1832 keine Fotos… Sie werden – im Unterschied zu allen anderen Beiträgen – nicht angezeigt 😦

  2. Die Bilder sind nun wieder da. Danke noch einmal für den Hinweis!

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