Hublot & Richard Orlinski – die Editionen


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Richard wer…? Zugegeben, so erging es mir im Jahr 2017, als Hublot auf der Art Basel in Miami die Zusammenarbeit mit dem französischen Künstler startete.

Seine Skulpturen hingegen begeisterten mich von Anfang an ebenso wie auch die Uhren, die aus der Zusammenarbeit mit Hublot entstanden sind. Derer gibt es nun einige und somit nehme ich das zum Anlass, hier eine Übersicht über die Hublot Orlinski-Editionen zu erstellen.

Alles begann im Dezember 2017, als Ricardo Guadalupe, CEO von Hublot, die Zusammenarbeit mit Richard Orlinski verkündete. Hublot Loves Art, so lautet schließlich einer der Leitsprüche der Marke aus Nyon. Und die Kooperationen mit Künstlern wie Romero Britto, Mr. Brainwash, Carlos Cruz-Diez oder Tristan Eaton bringen diese Liebe deutlich zum Ausdruck. Typisch für die Uhren, die aus diesen Kooperationen entstehen ist die Freiheit, die Hublot den Künstlern bei der Gestaltung lässt. Schließlich sollen es Kunswerke für das Handgelenk sein, denen man die Handschrift des jeweiligen Künstler ansehen soll.

Und so ist auch der Classic Fusion Chronograph Titanium,  das erste, auf 200 Uhren limitierte Ergebnis dieser Kooperation mit der Referenz 525.NX.0170.RX.ORL18 sowohl ein echter Orlinski als auch eine echte Hublot.

Sofort ins Auge fällt die kantige, facettenreiche Oberfläche des Gehäuses, die sich auch auf den meisten Skulpturen des Meisters finden lässt

Neben der Titanvariante präsentierte Hublot zeitgleich auch eine technisch identische Orlinski in blauem Keramikgehäuse mit der Referenz 525.EX.0179.RX.ORL18, die ebenfalls auf 200 Uhren limitiert ist.

Die augenfällige Schale beider Uhren der Classic Fusion Kollektion misst 45 Millimeter im Durchmesser und 13,4 Millimeter in der Höhe. Das Gehäuse ist bis 5 bar wasserfest und schützt das durch den Saphirglasboden sichtbare Automatikkaliber HUB1155, dessen Basis ein ETA 2894-A2 mit Chronograph, 30-Minuten-Zähler und Datum ist und das mit vier Hertz tickt, Das Uhrwerk besteht aus aus 207 Einzelteilen.

Die beiden ersten Kunstwerke für das Handgelenk schlugen erfolgreich in die Gemeinde der Uhrenliebhaber ein und so setzte Hublot im Jahr 2018 die Kooperation energisch fort. Im Rahmen der Geneva Days ergänzte Hublot die Orlinski-Familie um zwei Varianten, die hinsichtlich ihrer optischen Wirkung unterschiedlicher nicht sein könnten.

Es sind dies eine All Black Variante aus matter schwarzer Keramik, limitiert auf 200 Stück, mit der Referenz 525.CI.0119.RX.ORL18

und  eine hochglanzpolierte King Gold Variante mit der Referenz 525.0X.0180.RX.ORL18, von der es ebenfalls 200 Uhren gibt.

Es ist schon erstaunlich, wie das Gehäusematerial die Optik einer Uhr beeinflusst. Gerade bei Hublot, wo das Grunddesign der Uhren, definiert durch die Gehäusekonstruktion bei Big Bang & Co. beibehält und durch den Einsatz unterschiedlichster Materialien für die Einzelteile des Gehäuses trotz allem vollkommen unterschiedlich wirkende Zeitmesser hervorbringt, kann man diesen Effekt sehr schön beobachten. Mehr noch ist genau dieses Spiel mit verschiedenen Materialien, Haptiken und Farben, Hublot nennt es „The Art of Fusion“,  das Grundprinzip von Hublot. Manch ein Freund von limitierten Editionen im althergebrachten Sinn mag sich daran stören, ich für meinen Teil finde sowohl Idee als auch Umsetzung super.

Mit Mexiko verbindet Hublot eine ganze Menge. Und so gab es schon einige spannende Editionen für und mit Mexiko. Ich erinnere nur an die tollen Ferrari Editionen für den Mexiko GP, allen voran die Big Bang Tourbillons als Ferrari Editionen, die als Einzelstücke in verschiedenen Materialkombinationen verkauft worden sind. Oder an die drei MP-05 La Ferrari Sapphire, deren Safirglasgehäuse jeweils in den Landesfarben ausgeführt worden sind.

Aber auch mit Richard Orlinski entstand eine auf 30 Uhren limitierte Mexiko-Edition, die in der Farbgebung auch wieder die Nationalfarben des Landes aufnimmt.

Die Rückseite der Uhr mit der Referenz 525.GX.0179.RX.ORL18 ziert das mexikanische Wappentier: ein Adler, der mit einer Schlange kämpft.

Und da die Orlinski in matter grüner Keramik bei den Uhrenliebhabern bestens ankam und so die Frage nach einer weiteren Uhr in diesem Material aus den Märkten gestellt worden ist brachte Hublot Anfang 2019  den Classic Fusion Chronograph Green Ceramic in einer Auflage von 200 Stück.

Diese Uhr mit der Referenz 525.GX.0179.LR.ORL19 war ebenso schnell wieder ausverkauft. In Genf hörte man seinerzeit oft den Spruch „Grün ist das neue Blau“ mit Bezug auf die Trendfarbe der letzten Jahre. Hublot beherrschat aber mittlerweile die gesamte Farbpalette auch bei Keramik und so war es kein Wunder, das Hublot sein technologisches Meisterwerk, die erste echte und sehr lebendig wirkende rote Keramik, auch in einer Orlinski-Edition präsentierte.

Der Classic Fusion Chronograph Red Ceramic, limitiert auf 200 Stück und mit der Referenz 525.CF.0130.RX.ORL19 versehen, beeindruckte die Besucher in Genf ebenso wie auch die Kunden in aller Welt. Die leuchtend rote Keramik wirkt besonders gut in dem facettenreichen Gehäuse der Orlinski-Editionen.

Als Nebenprodukt bei der Entwicklung des kratzfesten Megic Goldes entdeckt ist die rote Keramik nicht nur schön sondern mit 1500 Vickers (im Vergleich zu 1200 Vickers der bisherigen Keramikarten) auch sehr hart uns resistent.

Kaum zu glauben, aber mittlerweile trägt jede dritte verkaufte Hublot-Uhr Edelsteine auf dem Gehäuse. Auch oder vielleicht gerade bei den Herrenuhren ist dieser Trend deutlich erkennbar. Und so bedient Hublot auch diese Kunden mit ganz besonderen Orlinski-Modellen in Titan und King Gold. Es sind dies:

  • eine Variante Titanium Pavé mit der Ref. 525.NX.0170.RX.1704.ORL18

  • eine Variante Titanium Alternative Pavé mit der Ref. 525.NX.0170.RX.1804.ORL18

  • ein Modell King Gold Pavé mit der Ref. 525.OX.0180.RX.1704.ORL19

  • ergänzt von der King Gold Alternative Pavé,  Ref. 525.OX.0180.RX.1804.ORL19

  • und der wunderbaren King Gold Jewellery, die die Ref. 525.OX.0180.RX.0904.ORL19 trägt.

Diese Varianten tragen keine Limitierung. Sie limitieren sich durch ihre sehr aufwändige Art der Gehäusefertigung und durch die Zielgruppe von alleine.

Doch es gab im Jahr 2019 noch weitere tolle Neuheiten der Kooperation von Richard Orlinski mit Hublot. Und die begeistern mich als als bekennender Fan von Tourbillons besonders.

Hublot präsentierte eine Classic Fusion Tourbillon 5 Days Power Reserve

  • als Sapphire mit der Ref. 505.JX.6910.RT.ORL19

  • als Variante in Black Ceramic mit der Ref. 505.CI.1170.RX.ORL19

  • und als King Gold-Uhr mit der Ref. 505.OX.1180.RX.ORL19.

Von jeder der drei Versionen werden 30 Uhren gebaut.

Richard Orlinski persönlich präsentierte diese Uhren in Genf. Ein unvergessliches Erlebnis!

Und diese Uhr trug er bei der Präsentation am Arm.

In den Tourbillon versieht das wunderbar skelettierte Kaliber HUB6021 seinen Dienst. Technisch basiert es auf dem HUB6016, das aus dem Big Bang Tourbillon 5 Days Power Reserve bekannt ist.

Doch Hublot kann nicht nur Herrenuhren. Auch für die Damen hatte man in 2019 etwas ganz Besonderes im Köcher. Eines vorweg: diese Uhren muss man live gesehen haben. Die wunderbaren Details kommen auf Fotos niemals so rüber wie in der Realität.

Die facettenreiche Formgebung zeigt Richard Orlinski bei den Damenmodellen eindrucksvoll auf dem Zifferblatt.

Sechs verschiedene Varianten der Classic Fusion Orlinki für Damen gibt es:

  • Titanium  (200 Exemplare, Ref. 550.NS.1800.RX.ORL19)
  • Titanium Pavé (Ref. 550.NS.1800.RX.1604.ORL19)
  • Titanium Alternative Pavé (Ref. 550.NS.1800.RX.1804.ORL19)

  • ergänzt durch eine Variante in King Gold (100 Exemplare, Ref. 550.OS.1800.RX.ORL19)

  • King Gold Pavé (Ref. 550.OS.1800.RX.1604.ORL19)

  • und King Gold Alternative Pavé (Ref. 550.OS.1800.RX.1804.ORL19)

Die Pavé-Varianten werden auf Bestellung gefertigt und sind somit nicht per Zahl der Exemplare limitiert.

In den 40mm großen Damenuhren versieht das Kaliber HUB1100 auf Basis des Zenith-Elite zuverlässig seinen Dienst.

Die Pavé-Modelle sind mit je 210 Diamanten ( ~1.0ct) am Gehäuse und mit 54 Diamanten (~0.6ct) an der Lünette besetzt. Im Gegensatz dazu tragen die Alternative Pavé-Modelle auf dem Gehäuse „nur“ 112 Diamanten ( ~0.5ct).

Hublot kann aber auch noch mehr Steinbesatz, wie die High Jewellery Modelle aus Nyon regelmäßig beweisen. Die Orlinski High Jewellerey Modelle wurde in Basel 2019 präsentiert.

Das ist eine wirkliche handwerkliche Meisterleistung! Nur zwei Menschen sind bei Hublot in der Lage, so einen Steinbesatz anzufertigen. Von der ersten Skizze über die Vorbereitung des Gehäuses bis zur Auswahl der Steine dauert es mehrere Monate, bis so ein Gehäuse fertig besetzt ist.

Diese sehr besonderen Versionen der Orlinski-Uhren gibt es in Weißgold und in King Gold. Sie werden auf Bestellung gefertigt. Jede ist ein Einzelstück und trägt an Gehäuse, Lünette und Krone 319 Diamanten (21,7 ct) und auf dem Zifferblatt 116 Diamanten (10,6 ct). Alleine die Schließe trägt dann noch einmal 5 Diamanten (2,8 ct).

Im Juli 2019 präsentierte Hublot dann der Öffentlichkeit die Uhr, die man für die Only Watch Charity Auktion gefertigt hat. Und was für eine Uhr….

Da das Jahr 2019 sehr im Zeichen der Kooperation von Richard Orlinski und Hublot stand entschied sich Ricardo Guadalupe konsequent für einen ganz besonderen Classic Fusion Tourbillon 5 Days Power Reserve Orlinski.

Das Einzelstück im Safirglasgehäuse wird gekrönt von eine mit Türkisen besetzten Weißgoldlünette. Sie wird im im Set mit Richard Orlinskis Kong-Skulptur versteigert, die die transparente Uhrenbox hält. Der Erlös kommt der Erforschung der Duchenne-Muskeldystrophie und entsprechender Therapiemethoden zu gute.

Man darf gespannt sein was die kreative Partnerschaft zwischen Hublot und Richard Orlinski künftig noch hervorbringen wird. Die Möglichkeiten sind ebenso grenzenlos wie die Kreativität der Partner. Eines ist aber sicher: ich werde darüber berichten.

 

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3 Kommentare

  1. Wie nah doch Kunst und Kitsch manchmal zusammen liegen ..

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