A. Lange & Söhne @ SIHH 2018


Wie in jedem Jahr so schauen auch im Januar 2018 die Liebhaber feiner mechanischer Uhren mit Spannung nach Genf.

Zwar ist der Salon nicht mehr der exklusive Ort an dem die Uhrenmarken ihre Neuheiten zeigen, aber so geballt wie dort sieht man nur noch in Basel im März all das, was sich die Uhrenmarken so haben einfallen lassen.

Eine meiner Absoluten Lieblings-Uhrenmarken ist A. Lange & Söhne, die mich seit 1994 fesselt. Und so freue ich mich, in diesem Beitrag einen Überblick über die Neuheiten von A. Lange & Söhne zeigen zu können.

Detaillierte Vorstellung aller Neuheiten folgen dann in den kommenden Tagen.

Triple Split

A. Lange & Söhne nennt diese Uhr „…eine neue Dimension in der Zeitmessung“.

Und so ist der Triple Split ist der erste mechanische Schleppzeiger-Chronograph der Welt, der mehrstündige Vergleichszeitmessungen ermöglicht.

Je ein zusätzlicher Schleppzeiger auf den Minuten- und Stunden-Totalisatoren erlaubt es, Zwischen- und Referenzzeiten bis zu einer Dauer von zwölf Stunden zu stoppen.

Dem auf 100 Exemplare limitierte Triple Split Ref. 424.038F hat man in Glashütte darüber hinaus eine Flyback-Funktion spendiert, die ebenfalls auf alle drei Zeigerpaare wirkt. Damit lässt sich der Chronograph bei laufender Zeitmessung durch Betätigung des unteren Chronographen-Drückers auf null stellen und sofort wieder starten.

Eine Gangreserveanzeige mit der Lange-typischen AUF/AB-Kennzeichnung informiert darüber, wie viel von der maximal 55-stündigen Gangautonomie des neuen Kalibers L132.1 noch zur Verfügung steht.

Das übersichtliche graue Zifferblatt aus massivem Silber harmoniert farblich mit dem 43,2 mm große und 15,6 mm hohe Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold.

Die drei Rattrapante-Zeiger aus gebläutem Stahl setzen sich deutlich gegenüber den rhodinierten Chronographen-Zeigern ab. Aus rhodiniertem Gold bestehen die Zeiger der Zeitanzeige sowie die aufgesetzten Stab-indizes. Stunden- und Minutenzeiger sind nachtleuchtend.

SAXONIA THIN in Kupferblau

Die Saxonia Thin ist mit 6,2 mm die flachste Uhr der Lange-Kollektion und mit dem jetzt präsentierten kupferblauen Zifferblatt auch wunderschön.

Die elegante Wirkung der neuesten Variante der Saxonia Thin beruht auf dem Prinzip „weniger ist mehr“. Ihr Gehäuse aus Weißgold hat einen Durchmesser von 39 Millimetern.

Die Gehäusefarbe setzt sich in den beiden schlanken Stunden- und Minutenzeigern sowie den zwölf Stundenindizes aus rhodiniertem Gold fort. Zeiger und Appliken treten kontrastreich vor dem Hintergrund des kupferblauen Zifferblatts hervor.

Es besteht aus massivem Silber und ist mit einer dünnen Schicht aus dezent schimmerndem Goldfluss belegt. Der edle Schmuckstein entsteht in einem aufwendigen Manufakturprozess, der seinen Ursprung im Venedig des 17.Jahrhunderts hat.

Mikroskopisch kleine Kupferoxid-Kristalle beleben dastiefe Blau mit ihrem Spielder Reflexe, das an die Sterne am mitternachtsblauen Himmel erinnert. Ein dunkelblaues Band aus handgenähtem Alligatorleder rundet die tolle Erscheinung dieser Uhr ab.

SAXONIA GROSSDATUM

Ein weiteres neue Modell ergänzt die Saxonia Familie: die Saxonia mit Großdatum.

Bei den Modellen der Saxonia-Uhrenfamilie steht stets die Mechanik im Vordergrund – unabhängig davon, ob es sich um eine Zweizeigeruhr oder um eine uhrmacherische Komplikation handelt. Das gilt auch für die neue Variante mit Grossdatum.

Ihr selbstaufziehendes Werk basiert auf dem Kaliber L086.1, das seit 2011 in der Saxonia Automatik zum Einsatz kommt. Um eine Großdatums-anzeige ergänzt, sorgt es als Kaliber L086.8 für den zuverlässigen Antrieb der Neuheit.

Die geniale Konstruktion mit den getrennten Anzeigeflächen für die Einer- und Zehnerstellen gehört zu den heraus-ragenden technischen Entwicklungen von A. Lange & Söhne.

Passend zum schwarz galvanisierten Zifferblatt aus massivem Silber sind die Datumsscheiben des exakt auf der Mittelachse liegenden Großdatums schwarz und mit weißen Ziffern bedruckt.

Aufgesetzte Stundenindizes aus massivem Gold und das elegant proportionierte, 38,5 Millimeter große Gehäuse aus Weiß- oder Rotgold mit den Referenzen 381.029 und 381.031 unterstreichen die kontrastreiche Gesamtwirkung der Uhr.

SAXONIA MONDPHASE

Von der Saxonia mit Mondphasenanzeige gibt es zwei neue Varianten. Eine schwarzes Zifferblatt, wahlweise im Rot- oder Weißgoldgehäuse, passt einfach wunderbar zum tollen Nachtblau der Mondphasenanzeige.

Die mit 852 Sternen geschmückte Mondphasenanzeige ist auf 122,6 Jahre genau berechnet. Sie ist mit dem Kontinuum des Stundenrads verbunden und – genau wie der Mond selbst – immer in Bewegung. Eine weitere technische Besonderheit des bislang nur mit argenté-farbenem Zifferblatt erhältlichen Modells ist das charakteristische Lange-Großdatum.

Passend zum schwarzen Zifferblatt ist es in dieser Variante nicht klassisch weiß mit schwarzem Druck, sondern schwarz mit weißen Ziffern. Die Anordnung des Großdatums und der kleinen Sekunde mit integrierter Mondphasenanzeige auf der vertikalen Mittelachse betont die schlichte Eleganz des Designs.

Ein großer Zentralrotor mit Schwungmasse aus Platin sorgt für einen effektiven Aufzug des nach höchsten Standards von Hand finissierten Lange-Manufakturkalibers L086.5. Nach Vollaufzug stellt das Federhaus eine Gangreserve von 72 Stunden bereit.

Eine klassische Schraubenunruh mit freischwingender klassische Schraubenunruh mit freischwingender Lange-Unruhspirale, die Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber und der handgravierte Unruhkloben bieten die traditionellen Qualitätsmerkmale, die Kenner weltweit mit dem Uhrwerksdesign von A. Lange & Söhne verbinden.

1815 CHRONOGRAPH in Rotgold

A. Lange & Söhne stellt zwei neue Versionen der 1815 CHRONOGRAPH in Rotgold vor. Mit Kolonnenradschaltung, Flyback-Funktion und Pulsometerskala ausgestattet, sind sie wahlweise mit schwarzem oder argenté-farbenem Zifferblatt erhältlich.

Arabische Ziffern und Eisenbahn-Minuterie sind die Kennzeichen der 1815-Uhrenfamilie, die seit 1995 klassisches Design mit ausgeklügelter Mechanik und optimaler Funktionalität verbindet.

Die symmetrisch angeordneten Hilfszifferblätter für den Minutenzähler bei vier Uhr und die kleine Sekunde bei acht Uhr betonen das harmonische Erscheinungsbild des Zeitmessers. Zwei massiv goldene Drücker mit fein austariertem Druckpunkt steuern den Chronographen einschließlich der Flyback-Funktion.

Die zwei neuen Varianten stellen Uhrenliebhaber vor die Qual der Wahl: Mit schwarzem Zifferblatt, zum Rotgoldgehäuse passenden Zeigern und schwarzem Alligator-Lederband wirkt die 1815 CHRONOGRAPH mit der Referenz 414.031 skulptural, harmonisch und souverän in der Linienführung. In der klaren Kombination von Argenté-Zifferblatt, gebläuten Stahlzeigern und rotbraunem Alligator-Lederband steht sie als Referenz 414.032 für funktionales Understatement.

Das Handaufzugskaliber L951.5 verfügt über eine Gangreserve von 60 Stunden und eine freischwingende Unruhspirale mit Exzenter-Unruh. Durch den Saphirglasboden zeigen sich die wichtigsten konstruktiven Merkmale des aufwendig finissierten Chronographenwerks.

Neben dem Kolonnenrad zur Steuerung der Chronographenfunktionen erkennt man die Hebel des Flyback-Mechanismus und die Stufenschnecke des exakt springenden Minutenzählers. Zu den unverwechselbaren Qualitätsmerkmalen gehört auch der von Hand gravierte Unruhkloben.

KLEINE LANGE 1

Drei neue Versionen der Kleinen Lange 1 variieren das Zusammenspiel edler Farben und Materialien und schaffen damit drei faszinierende Looks. Die Zifferblätter aus guillochiertem Gold und die Alligator-Lederbänder sind farblich perfekt aufeinander abgestimmt. Frauen, die ihren Stil gefunden haben und wissen, worauf es bei einer Uhr ankommt, haben die Wahl zwischen zwei Weißgoldvarianten mit Zifferblatt in Purpur bzw. Grau und einer Rotgoldvariante mit braunem Zifferblatt.

Die ikonische Lange 1 ist der Designklassiker von A. Lange & Söhne. Seit 1994 steht sie für das Streben, die besten Uhren der Welt zu bauen. Ohne die Uhr mit dem dezentralen Zifferblatt und dem markanten Großdatum wäre die Traditionsmarke nicht zu dem geworden, was sie heute ist.

In technischer und handwerklicher Hinsicht hat die Kleine Lange 1 genauso viel zu bieten wie ihre große Schwester.

„Klein“ ist bei ihr nur der Gehäusedurchmesser von 36,8 Millimetern.

Das abwechslungsreiche Spiel von Farben und Materialien ist das verbindende Element der drei neuen Interpretationen, die zugleich unterschiedliche Stile repräsentieren: Einen glanzvollen Auftritt verschafft das von einem Weißgoldgehäuse umrahmte purpur-farbene Zifferblatt aus guillochiertem Gold. Vor dem dunklen Hintergrund setzen Zeiger und Appliken aus rhodiniertem Gold strahlende Reflexe. Diese Variante ist auf 100 Exemplare limitiert, sie wird nur in den Boutiquen von A. Lange & Söhne erhältlich sein.

Das graue, ebenfalls guillochierte Zifferblatt des zweiten Weißgoldmodells verströmt kühle Eleganz.

Bei der Rotgoldvariante hingegen akzentuiert das guillochierte Zifferblatt mit braunem Farbton den warmen Glanz, der von Gehäuse, Zeigern und Appliken ausgeht. In allen drei Versionen nehmen die Armbänder aus Alligatorleder den jeweiligen Farbton des Zifferblatts auf, um seine Wirkung zu verstärken.

 

Unter dem dezentral gestalteten Zifferblatt arbeitet das aus der LANGE 1 bekannte Handaufzugkaliber L121.1. Zu seinen technischen Finessen gehören das leistungsstarke Doppelfederhaus, das die Uhr drei Tage laufen lässt, die charakteristische Gangreserveanzeige AUF/AB, die exakt springende Großdatumsanzeige und die große Exzenter-Unruh mit der im eigenen Haus gefertigten Unruhspirale.

Die „Hommage to Walter Lange“ hatte A. Lange & Söhne schon vor einigen Wochen präsentiert. Sie wurde zu Ehren des vor einem Jahr, im Januar 2017, verstorbenen Walter Lange aufgelegt, ohne den es die Marke Lange, so wie wir sie heute kennen, nicht geben würde.

Für alle, die die erste Vorstellung verpasst haben hier die Modelle nochmal in der Übersicht.

1815 „Homage to Walter Lange“ in Stahl

Mit einem außergewöhnlichen Einzelstück erinnert A. Lange & Söhne an den Mann, der 1990 die Feinuhrmacherei zurück nach Glashütte brachte. Die Verbindung einer anhalt-baren springenden Zentralsekunde mit einem schwarzem Emaille-Zifferblatt und einem Stahlgehäuse zelebriert das große Erbe der sächsischen Uhrmacherdynastie.

Die 1815 „Homage to Walter Lange“ mit schwarzem Emaille-Zifferblatt im Stahlgehäuse wird nur ein einziges Mal gefertigt. Damit ist sie so einzigartig wie es der Mann war, dessen Namen sie trägt. Das klassische und ganz auf das Wesentliche reduzierte Ziffer-blattdesign wird ergänzt durch eine technische Besonderheit, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt: die springende Sekunde. Mit dieser Kombination dürfte das besondere Einzelstück Walter Langes Vorstellungen von einer perfekten Uhr voll und ganz entsprechen.

Die springende Sekunde gehörte zu seinen bevorzugten Komplikationen, weil sie die reine Lehre der Präzisionsuhrmacherei verkörpert und zugleich ein Stück Familiengeschichte ist.

Denn sie zerlegt die Sekunde nicht entsprechend der Unruhfrequenz in mehrere Ein-zelschritte, sondern zeigt sie bestimmungsgemäß als Einheit an. Mittels eines Drückers bei zwei Uhr lässt sich der große Sekundenzeiger starten und stoppen. Die Idee geht auf eine Erfindung Ferdinand Adolph Langes aus dem Jahr 1867 zurück, die 1877 in einer von seinem Sohn Richard weiterentwickelten Form als eines der ersten Patente in Deutsch-land registriert wurde. Ausgeführt wurde Langes „Secundenwerk mit springendem Zei-ger“ erstmals als Meisterstück von seinem zweiten Sohn Emil, Walter Langes Großvater. Insgesamt wurden etwas mehr als 300 Taschenuhren mit dieser Funktion hergestellt. Sie waren – genau wie die 1815 „Homage to Walter Lange“ – zusätzlich mit einer kleinen Sekunde ausgestattet.

In Reverenz an einen ganz besonderen Menschen, dem die Handwerkskunst Zeit seines Lebens am Herzen lag, ist das Einzelstück mit einem schwarzen Emaille-Zifferblatt ausgestattet, das mit der traditionellen Eisenbahn-Minuterie und den polierten Zeigern vom Design historischer Taschenuhren inspiriert ist. Das neu entwickelte Uhrwerk trägt die be-sondere Kalibernummer L1924. Sie bezieht sich auf das Geburtsjahr von Walter Lange. Darüber hinaus benennen die ersten drei Zahlen der Referenznummer 297.078 sein Geburtsdatum, den 29. Juli.

Das 40,5 Millimeter große Gehäuse der 1815 „Homage to Walter Lange“ besteht aus Edel-stahl, ein Material, das bei A. Lange & Söhne bisher nur wenigen exklusiven Sonderanfertigungen vorbehalten blieb. Neben dem Unikat wird es limitierte Editionen in Gelb-, Weiß- und Rotgold geben. Die Stahlversion soll 2018 für einen wohltätigen Zweck versteigert werden. Auch das hätte Walter Lange, dem stets das Gemeinwohl am Herzen lag, gefallen.

1815 „Homage to Walter Lange“ in Gold

Die Hommage an Walter Lange gibt es auch im Goldgehäuse.

Eine 1815 mit springender Sekunde entspricht dem, was Walter Lange sich wohl unter einer perfekten Uhr vorgestellt hätte: Sie ist äußerlich ganz auf das Wesentliche reduziert und überzeugt dabei im Inneren mit dem gewissen Etwas – einer schlichten, aber technisch spannenden Komplikation. Die gebläuten Stahlzeiger heben sich deutlich vom argentéfarbenen Zifferblatt mit der klassischen Eisenbahn-Minuterie ab.

Von der 1815 „Homage to Walter Lange“ mit einem Durchmesser von 40,5 Millimetern gibt es 145 Exemplare in Weißgold, 90 in Rotgold und 27 in Gelbgold. Die ungewöhnlichen Limitierungszahlen thematisieren wichtige Eckdaten der Lange’schen Uhrmachergeschichte. Vom 7. Dezember 1845, dem Tag der Erstgründung durch Ferdinand Adolph Lange, vergingen genau 145 Jahre bis zum 7. Dezember 1990, als Walter Lange die Lange Uhren GmbH im Handelsregister anmeldete. Zwischen diesem Tag und der Präsentation des neuen Modells zu Ehren von Walter Lange am 7. Dezember 2017 liegen genau 27 Jahre.

Livebilder von allen Neuheiten gibt es dann in den kommenden Tagen aus Genf.

 

 

Kategorien:A. Lange & Söhne

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