Classic Fusion Aeromoon – Hublots erste Mondphase


Ich mag Uhren mit komplexen Kalendarien. Meine Leidenschaft für gute Uhren wurde maßgeblich durch Jaeger LeCoultre entfacht und dort machte mich seinerzeit der frisch lancierte Le Grand Reveil sprachlos, eine Uhr mit mechanischem Weckmechanismus einschl. einer Bronzeglocke und einem Ewigen Kalender.

In meiner Sammlung finden sich somit auch Uhren mit derartigen Kalendern. Aber es muss beileibe nicht immer ein „Ewiger“ sein. Auch Uhren mit sog. Jahreskalender mag ich. Uhren wie die Patek Philippe Nautilus Ref. 5726 oder die Parmigiani Tonda Quator, bei denen ich den Kalender nur einmal im Jahr, am Übergang vom Februar zum März, nachstellen muss. Das Jahr über zeigen diese Uhren zuverlässig und genau das Datum, den Wochentag und Monat sowie die Mondphase an. Ach ja, Uhren mit Mondphasenanzeige mag ich, nebenbei bemerkt, auch.

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Hublot hatte tatsächlich bis zum Jahr 2015 keine Uhr mit Mondphasenanzeige im laufenden Programm. Doch dann kam die Classic Fusion Aeromoon.

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Und die fand ich sofort auf den ersten Blick spannend. Sie hat einen Vollkalender einschl. einer sehr schönen Mondphasenanzeige.

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Das transparente Blatt und die darunter liegende, sichtbare Mechanik des Kalendariums ist in meinen Augen spannend anzuschauen!

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Klar hat diese Art der transparenten Darstellung auch Nachteile. Die Ablesbarkeit der Uhr ist sicher etwas erschwert.

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Aber mal ehrlich! Es verhält sich mit dieser Uhr doch ähnlich wie z.B. mit den All Black-Modellen von Hublot. Viele behaupten, die Uhren seien nicht ablesbar und kritisieren, was so etwas denn überhaupt soll?

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Nun, in der Realität schaut das oft ganz anders aus. Eine Hublot All Black kann man sehr wohl ablesen. Ebenso die Aeromoon. Wenn man sich an die Art der Anzeige gewöhnt hat, dann findet man die notwendigen Informationen instinktiv.

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Im Mittelpunkt dieses Modells, der Name „Aeromoon“ sagt es schon, stehen die Mondphasen. Lange bevor die Zeit in Stunden, Minuten und Sekunden gemessen wurde, zeigte der Mond den Menschen das Verstreichen der Zeit an. Ist so eine Anzeige nützlich? Wenn man nicht gerade dem exakten Beachten der Mondphasen bei allen möglichen Verrichtungen frönt sicher kaum. Aber solch eine Anzeige ist schön. Und ich erwische mich selber sehr oft dabei, dass ich mich beim Blick auf eine meiner Uhren mit Mondphasenanzeige freue, wenn der Mond richtig am Himmel steht.

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Der Mondzyklus wird bei dieser Uhr in einem großen runden Fenster mit einem Durchmesser von deutlich mehr als einem Zentimeter in der unteren Hälfte des Zifferblattes dargestellt. Die beiden abwechselnd erscheinenden Monde sind durch ein teilweise satiniertes Saphirglas sichtbar. Sie zeigen dabei eine feine Gestaltung, die fast wie ein Gesicht wirkt, wenn man sie etwas länger anschaut.

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Die Mondscheibe dreht sich einmal in zwei Mondperioden, also alle 29,5 Tage. Sie wird von einem Zahnrad mit 59 Zähnen angetrieben, das sich alle 24 Stunden um einen Zahn weiterbewegt. Man kann dieses Zahnrad gut mit bloßem Auge erkennen.

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Auf der Umrandung der Mondanzeige befindet sich eine einfache, halbspringende Datumsanzeige. Die Anzeigen für den Tag und den Monat befinden sich auf zwei großen, skelettierten Fenstern bei 12 Uhr. Die Mechanik kann durch das Saphirzifferblatt bewundert werden. Die Scheiben für Datum, Tag und Monat sind skelettiert. Die Schwarz, Grau- und Anthrazittöne verstärken zusammen mit dem teilweise semitransparenten Safirglasblatt die Tiefenwirkung des Mechanismus. Man kann da tatsächlich, mit einer Uhrmacherlupe bewaffnet, stundenlang fasziniert reinschauen.

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Die Uhr wirkt auf mich, wie alle Classic Fusion-Modelle, insgesamt elegant. Wobei die eleganteste Erscheinung in meinen Augen eindeutig der King Gold-Version (s.u.) dieses Modells zukommt.

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Das bei allen drei Versionen der Aeromoon verbaute Krokolederband unterstreicht das zusätzlich.

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Auf der Unterseite hat dieses Band eine Naturkautschuklage, die das Band langlebig und unempfindlich macht. Menschen, welche eine Classic Fusion mit solchen Bändern z.T. seit Jahren am Arm tragen, bestätigen übrigens die enorme Langlebigkeit dieser Bänder.

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Und doch hat dieses Modell einen klaren technischen Einschlag, weil man die Mechanik des Kalendariums durch das Zifferblatt bei der Arbeit beobachten kann.

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Die Einstellung der Uhrzeit erfolgt ganz normal über die Krone.

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Die Anzeigen des Kalenders werden über beidseitig im Gehäuse eingelassene Drücker für die Korrektur von Monat, Mondphase, Datum und Tagesanzeige eingestellt.

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Das Gehäuse dieser Uhr hier ist vollständig aus Keramik gefertigt.

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In der Uhr versieht das Kaliber HUB1131 seinen Dienst. Als Basis dient das Sellita SW 300, dem ein Hublot-eigenes Kalendermodul aufgesetzt wird. Laut Hublot hat die hausinterne Entwicklung dieses Moduls zwei Jahre in Anspruch genommen.

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Der Vollständigkeit halber sei nicht unerwähnt, dass es die Classic Fusion Aeromoon ist in drei Varianten gibt. Allen gemein ist ein Durchmesser von 45 Millimetern, wobei ich diese Uhr am Arm, wie die Dreizeiger Classic Fusion auch, aufgrund der relativ flachen Bauhöhe als angenehm empfunden habe. Wenn man bedenkt, dass eine Rolex Deep Sea einen Millimeter im Durchmesser kleiner ist, dann wirkt die Hublot in der Realität getragen wesentlich kleiner. So können blanke Zahlen täuschen…

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Die drei Varianten zeigen Gehäuse aus 18K King Gold (einer speziellen Rotgoldlegierung, die von Hublot entwickelt worden ist; diese besticht durch ihre tolle Rotfärbung des Goldes, die auch unverändert die Jahre übersteht; herkömmliche Rosé- und Rotgoldlegierungen verändern oft im Laufe der Zeit ihre Farbe), aus Titan oder, wie hier gezeigt, aus schwarzer Keramik.

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