Die Rolex Submariner 16610 LV


Die Rolex Submariner kann getrost zu den Ikonen in der Uhrenwelt gezählt werden. Kaum jemand kennt dieses Modell von Rolex nicht. James Bond trug sie in diversen Filmen und auch im echten Leben kann man sie nahezu flächendeckend an den Handgelenken finden. Im Jahr 2003 feierte Rolex das 50. Jubiläum der Submariner und brachte ein Sondermodell heraus, die Referenz 16610 LV.

Hier das erste Pressefoto von Rolex aus dem Jahr 2003:

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Das Besondere an diesem Sondermodell war die grüne Lünette, die auch an dem Referenz-Zusatz LV für „Lunette Verde“ abzulesen ist.

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Im Jahr 2003 waren die Uhrenliebhaber noch gewöhnt an eine Marke Rolex, die sich durch sehr sachte Evolution der Modelle auszeichnete. Da war eine grüne Lünette an einer Submariner eine Revolution.

Zur Präsentation der Jubiläums-Submariner gab es dann auch einen schönen Katalog, der heute auch schon zu den Sammlerstücken gehören dürfte.

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Bei Rolex ist es ja nicht unüblich, dass sich ein Modell im Laufe der Jahre durch verschiedene Versionen auszeichnet. Meist sind diese Versionen an Veränderungen des Drucks auf den Zifferblättern und an verschiedenen Lünettenbeschriftungen zu unterscheiden. Dieses Gebiet ist sicher eher etwas für echte Rolex-Enthusiasten, denn kaum einem Laien fallen diese winzigen Unterschiede auf! Und doch kann der Preis eines solchen Sammlerstücks erheblich von der Variante abhängen, wie man bei den Red Sub´s der Referenz 1680 oder aber bei den Double Red Sea Dwellern wunderbar sehen kann. Doch auch für den interessierten Laien ist die Kenntnis der verschiedenen Varianten nützlich. Es gibt erstaunlich viel Bastelei im Uhrenmarkt. Und so kann der Wert eines Rolex-Sammlerstücks durchaus vom Zusammenpassen von Zifferblattversion und Lünettenversion abhängen. Siehe hierzu auch die anderen Artikel über die Varianten verschiedener Rolex Modelle in meinem Blog.

Dieser Artikel widmet sich also den verschiedenen Varianten der Rolex Submariner Ref. 16610 LV. Maßgebliche Unterschiede findet man im Bereich des Fonts der Lünette, des Drucks auf dem Zifferblatt wie auch hinsichtlich der Position des Schriftzuges „SWISS MADE“ bei 6-Uhr.

Mark I

Begonnen hat die Geschichte der Sumbariner LV also im Jahr 2003, exakt 50 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Rolex Submariner.

Die ersten Mark I starteten mit einer Y-Seriennummer. Später in 2003 folgte dann ein „F“ als erster Buchstabe der Seriennummer. Auf der Lünette der LV´s ist vor allen die Zahl „4“ der 40 interessant. An ihrer Ausführung kann man die verschiedenen Versionen erkennen. Bei der Mark I ist die 4 flach oder im Englischen „flat“. Die Mark I, also die echten Jubiläums-Submariner, die noch im Herbst 2003 erschienen sind, haben diese „flat 4“. „Flat 4“ bedeutet, das die 4 oben abgeflacht ist. Bei späteren Lünettenversionen ist die 4 oben spitz zulaufend. Eine Ausnahme scheint die Mark III (s.u.) zu bilden.

16610LV_Mark_1_1_Y_Serial_2003

Das „SWISS MADE“ bei 6-Uhr reicht über fünf Minuten-Indicés, die etwas küzer gedruckt worden sind. Ein weiteres Merkmal der Mark I ist die Position des „R“ von „OYSTER“, welches exakt mittig unter dem „R“ des darüber liegenden Schriftzuges „ROLEX“ liegt. Das „O“ von „ROLEX“ ist eher oval. In späteren Versionen ist es rund. Die Mark I wurde bis Herbst (Oktober) 2004 gebaut. Sie trugen eine Y- oder eine F-Seriennummer.

Mark II

Rolex baute die Jubiläums-Submariner aber nicht nur im Jahr des Jubiläums, also 2003 bis 2004. Das Modell wurde bis nach 2008 gebaut. Die Mark II wurde ebenfalls mit F-Seriennummern bis Frühjahr 2005 gebaut. Man kann sie gut an der spitzen „4“ der Lünette erkennen. Der Druck des Zifferblattes entspricht exakt dem der Mk I. Die Erkennungsmerkmale sind also die Seriennummer (> F1XXXXXX bis F8.XXXXXX) und die Spitze 4 der Lünette.

16610LV_Mark_2_2_F_Serial_2004-2005

Mark III

Die Mark III trägt als einzige Variante nach der Mk I wieder eine flat 4 auf der Lünette. ZU unterscheiden ist sie von der Mk I aber im Druck auf dem Zifferblatt. So steht das „R“ von „OYSTER“ nicht mehr mittig unter dem „R“ des darüber liegenden „ROLEX“, sondern unter dem rechten Fuß dieses „R“. Das „SWISS MADE“ umfasst ebenfalls fünf Minuten-Indicés in der Länge, wie auch die Mk I und die Mk II. Allerdings ist der Schriftzug kürzer als bei der Mk I und II. Es sind allerdings noch immer 5 Minuten-Indicés gekürzt.

16610LV_Mark_3_2_D_Serial_2005

Gebaut wurde die Mk III etwa bis Mitte 2005, was etwa eine Seriennummer D08XXXX entspricht.

Mark IV

Die Mark IV zeigt wieder eine spitz zulaufende 4 auf der Lünette. Gebaut wurde sie von Mitte 2005 bis etwa Ende 2005 (ca. D360XXX).

16610LV_Mark_4_2_D_Serial_2005

Der Druck des Zifferblattes entspricht in etwa dem der Mk III.

Mark V

Die Mark V wurde etwa von Ende 2005 bis ca. 2006 gebaut. Sie wurde parallel zur Mark VI gebaut, die allerdings bis 2007 gebaut worden ist. Die Mk V hat einen anderen Zifferblattdruck als die Mk IV. Das „O“ von Rolex ist ab jetzt rund und nicht mehr oval. Das „R“ von „OYSTER“ steht unter dem linken Fuß von dem „R“ des darüber liegenden „ROLEX“.

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Mark VI

Sie wurde parallel zur Mk V gebaut. Die Lünette und große Teile des Zifferblattdrucks sind gleich. Lediglich die Position des Schriftzuges „SWISS MADE“ ist anders. Hier existieren wirklich nur noch drei gekürzte Minuten-Indicés, die 29, 30 und 31, wohin gegen bei den Versionen Mk I bis V zusätzlich auch die 28 und die 32 gekürzt waren (s.o.).

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Mark VII

Die Mark VII erschien im Jahr 2008. Der ZIfferblattdruck und die Lünette entsprechen der Mk VI. Ab der Mk VII hatten die LV´s allerdings das gravierte Rehaut und somit auch die Seriennummer darauf leicht erkennbar bei 6 Uhr

PC-Claus

Eine Ansicht der Mk VII

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Mark VIII

Die Mark VIII war bis Ende 2014 die letzte bekannte Serienversion der LV. Sie wurde etwas parallel zur Mark VII und bis zum Auslaufen der LV gebaut. Das „R“ von „OYSTER“ befindet sich nun wieder mehr unter dem rechten Fuß des „R“ von „ROLEX“ darüber. Auch die Mk VIII hat das gravierte Rehaut.

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Interessanterweise zeigt dieses letzte Version des Blattes der LV unten, beim Schriftzug „SWISS MADE“ wieder fünf gekürzte Minuten-Indicés. Bei der Vorgängerversion waren dies drei (s.o.).

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Mark IX

Im Dezember 2014 machte mich ein kompetenter Leser dieses Blogs, Frank, darauf aufmerksam, dass es noch eine weitere Variante der Submariner Ref. 16610 LV gibt. Es handelt sich um die tatsächlich letzte Variante, die etwa ab der Seriennummer V9xxxxx verwendet worden ist. Die letzten LV´s hatten auch bereits die entspiegelte Zyklopenlupe.

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Charakteristisch für diese Version ist das kurze „f“ der Tiefenangabe in Fuß und das kurze und mittige  „=“, welches exakt über dem „C“ von „CHRONOMETER“ darunter steht. Zudem stehen die Zahlen der Tiefenangaben enger zusammen als bei der Mk VIII .Die abgebildete Uhr zeigt die Seriennummer V94xxxx. Die Antireflexbeschichtung der Lupe ist an einer bläulich schimmernden Oberfläche gut zu erkennen.

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Hier noch ein weiteres, etwas schlechteres Bild einer weiteren Uhr der Mk IX

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Und noch eines aus dem R-L-X.de Forum von Hubertus

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Es gibt noch ein paar weitere Merkmale zur Unterscheidung, wie z.B. die Band-Referenz, die bei den ersten Modellen noch die Ref. 93250 war. Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale, die leicht und verlässlich zu erkennen sind habe ich oben aufgeführt.

Der Nachfolger – die Submariner „HULK“

Im Jahr 2010 wurde dann auf der Baselworld der Nachfolger der Ref. 16610 LV, die Referenz 116610 LVvorgestellt. Mit dem modernen, wesentlich wuchtigeren Gehäuse der „Sechstelligen“, wie die neuen Rolex Referenzen allgemein genannt werden, und dem neuen Zifferblatt wie auch mit der neuen Cerachrom-Keramiklünette und mit dem nun auch grünen Zifferblatt kommt diese Variante optisch gänzlich andern daher als die alte LV. Der Spitznamen dieser Variante lautet „HULK“, wegen ihrer grünen Erscheinung.

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Rolex-Submariner-116610LV

Die Geschichte der Submariner ist also noch lange nicht vorbei! Mal schauen, was Rolex noch präsentieren wird…!?

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13 Kommentare

  1. Toller Beitrag 🙂 Daumen hoch von mir

  2. Schön geschrieben. Danke. Es fehlt noch eine letzte ZB-Version, eingeführt ab V9xxxx, erkennbar an dem kurzen „f“ in feet. Gleichzeitig haben diese Modelle auch schon die entspiegelte Lupe bekommen.

  3. Hallo

    Toller Artikel – will mir evtl. eine Kermit holen.

    Könnte man nicht auch einfach eine schwarze 16610 auf grün umbauen und diese „gefälschte“ Kermit dann zu höherem Preis verkaufen?

    Wie lässt sich dies erkennen?

    Steht bei der Kermit 16610 in den Papieren oder 16610LV?

    Vorab Danke für die Hilfe.

  4. Die runden Indicés auf dem Blatt sind größer als bei den normalen Sub Date Blättern.

  5. Ich kenne das normale submariner Blatt nicht – gibts es irgendwo Vergleichsbilder?

    Die hier auf Ricardo scheint das Blatt nicht wie hier beschrieben mit dem Jahrgang zu passen…

  6. Ja, Vergleichsbilder gibt es. Hier ist z.B. eines:
    Vergleich 16610 vs. 16610 lv

  7. Sehr aufschlussreich. Ich finde meine Sub LV aber nicht wieder?! Ausgeliefert Jan 2005 in Genf nach einigen Monaten Wartezeit, Spitze 4, R unter dem rechten Fuss und Seriennummer Y. Welche Version MarkX Ist das jetzt? Viele Grüsse

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