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Die Rolex Sea Dweller Ref. 16600

Obwohl die Ref. 16600 eine vergleichsweise junge Referenz bei Rolex ist, so ist ihr Stammbaum doch beeindruckend. 1988, als Nachfolgerin der Ref. 16660 „Triple Six“ und der Ref. 1665 „Double Red Sea Dweller“ und „Great White“ eingeführt war diese Uhr schon etwas Besonderes. Und sie gehört zu meinen absoluten Favoriten bei Rolex!

Für damalige Verhältnisse relativ groß im Durchmesser und in der Höhe gefiel vielen Leute am ehesten die fehlende Lupe des Safirglases. Die „aktive Karriere“ der Referenz 16600 dauerte gut 20 Jahre bis in das Jahr 2008. Dann wurde sie von der wesentlich größer dimensionierten Deep Sea abgelöst. Jüngst, im Jahr 2014, kam aber der echte Nachfolger, die Referenz 116600 heraus, auch SD4K genannt.

Mehr über die SD4K habe ich hier im Jahr 2014 geschrieben:

Die neue Rolex Sea Dweller

Doch der Fertigungszeitraum der SD4K endete abrupt auf der Baselworld 2017, denn dort wurde die Einstellung der Referenz 116600 verkündet. Die Nachfolgerin Referenz 126600 spaltet nun die Rolex-Fangemeinde.

Sie zeigt einen rote Schriftzug auf dem Blatt wie einst die Submariner Date Referenz 1680 RedSub. Und auch, erstmals für eine Sea Dweller, trägt sie eine Zyklopenlupe.

Mehr zur SD50 (wie diese Referenz in Anlehnung an das 50.Jubiläum der Sea Dweller in 2017 von den Fans genannt wird) ist hier zu lesen:

Die Rolex Sea Dweller Ref. 126600

Und die gesamte Geschichte der Rolex Sea Dweller habe ich hier in diesem Blog beschrieben:

Die Rolex Sea Dweller – into the details

Doch zurück zur Sea Dweller Ref. 16600.

Die Ref. 116600 aus dem Jahr 2014, wie zuletzt die frühen Varianten der Triple Six, mit mattem Blatt, aber mit der neuen Cerachrom-Lünette

Doch zurück zur Ref. 16600. Auch von diesem Modell gab es im Laufe der Jahre verschiedene Varianten. Und um diese soll es hier in diesem Beitrag gehen.

Und auch bei der Ref. 16600 finde sich die meisten Unterschiede zwischen den Versionen auf dem Zifferblatt. Insgesamt gab es vier Versionen währen der Produktionszeit des Modell und eine Version des Serviceblattes.

Mark I

Typisch für dieses Blatt ist die flache 4 der Tiefenangabe und das „SWISS – T<25“, das das Blatt tritiumbelegt ist. Heute zeigt die Leuchtmasse bei derartigen Uhren meist schöne Verfärbungen der Leuchtmasse. Das „Y“ von OFFICIALLY steht leicht unter dem „C“ von CHRONOMETER darüber.

Mark II

Um die Jahre 1998/1999/2000 brachte Rolex bei verschiedenen Referenzen Zifferblätter, die mit Superluminova anstelle des zuvor verwendeten Tritiums  als Leuchtmasse belegt waren. Diese waren die sog. „SWISS“ Blätter, in Anlehnung an den „SWISS“ Schriftzug bei 6 Uhr, der den „SWISS T < 25“ Schriftzug der Tritium-Blätter ersetzte.

Die Typografie des „SWISS“ Blattes ähnelt sehr dem der Mk I.

Parallel zu diesem „SWISS“-Serienblatt gab es das „SWISS“-Serviceblatt der Mark VI (siehe weiter unten). Der Unterschied beider Blätter liegt in den beiden Minuten-Indicés (29 und 31 Minuten) direkt vor und nach dem „SWISS“-Schriftzug, die beim Serienblatt vorhanden sind, jedoch beim Serviceblatt fehlen.

Das „SWISS“-Serienblatt der Mk II ist sicher das seltenste Blatt der Sea Dweller Ref. 16600, da es nur über einen sehr kurzen Zeitraum verbaut worden ist.

Mark III

Dieses Blatt ist dem der Mk I sehr ähnlich. Hier gezeigt ist eines aus einer Uhr aus 2006. Es zeigt jedoch deutlichere Serifen und das „Y“ von OFFICIALLY steht wesentlich weiter links, als neben dem „C“ von CHRONOMETER darüber. Zudem ist der Font gestreckter, bei der Mk I wirkt der Font eher gedrungen. Auch die Rolex Krone oben wirkt gestreckter als bei der Mk I. Das Blatt war, nach dem „SWISS“-Serienblatt (Mk II), das zweite Blatt der Ref. 16600, das mit Superluminova belegt worden ist.

Mark IV

Dieses Blatt aus 2007 zeigt einen komplett anderen Font als die Mk I, II und III. Schön erkennt man das an den Zahlen und an der Tiefenangabe „ft“.

Mark V

Diese Version ist die letzte, in der Serienversion verwendete Variante. Sie wurde von der Gehäuseummer K bis zum Ende verbaut. Das Blatt ähnelt dem der Mk IV enorm, aber der Druck ist wesentlich feiner und die Farbe der Schrift wirkt leicht bläulich.

Mark VI (Serviceblatt mit Superluminova)

Dieses Serviceblatt aus ca. dem Jahr 1998 zeigt unten den Druck „SWISS“ anstatt, wie üblich, „SWISS MADE“. Dieses Blatt ähnelt vom Druck her dem der Mk II und III.

Allgemein trugen auch die Serienversionen der Ref. 16600 im Jahr 1998, dem Wechselzeitraum von Tritium auf Superluminova, den „SWISS“ Schriftzug. Bereits 1999 gab es dann Blätter mit „SWISS MADE“.

Aktuelle Serviceblätter tragen wieder den „SWISS MADE“ Schriftzug und ähneln der Mk V.

Sondervarianten der Ref. 16600

Comex

Und auch von der Ref. 16600 gibt eine COMEX-Versionen.

Die vollständige Geschichte der Zusammenarbeit von Rolex und COMEX habe ich hier in diesem Blog beschrieben:

Rolex Comex

Polizia di Stato

Rolex hat aber auch andere Sonderversionen gemacht. Ein schönes Beispiel hierfür ist dieses Modell für eine italienische Polizeieinheit aus dem Jahre 2008. Interessant hier: es handelt sich um Blatt des Types Mk II. Diese Uhren wurden aber 2008 ausgeliefert.

Neben den Varianten des Blattes gab es auch leichte Änderungen beim Font der Lünette. Die Unterschiede der Blätter sind aber leichter zu erkennen. Zudem wurde die kratzempfindlichen Aluminium-Lünetteinlagen bei vielen Uhren bereits getauscht, die Blätter hingegen selten.

Abgelöst wurde die Ref. 16600 im Jahr 2008 durch die Sea Dweller Deep Sea Ref. 116660. Erst im Jahr 2014 wurde auf der Baselworld der wirkliche Nachfolger der Ref. 16600 vorgestellt, die Ref. 116600.

Hier quasi die Mk I der Ref. 116600:

Der Font erinnert sehr an die Mk I der Deep Sea (siehe das „S“ von SEA-DWELLER). Einen separaten Bericht über dieses Modell habe ich bereits weiter oben verlinkt. Von der SD4K gab es auf Grund der kurzen Fertigungszeit nur die Mk I.

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