Die Rolex Submariner Ref. 1680


Neben ihren vielbeachteten Schwester mit der gleichen Referenznummer, der Red Sub, ist die Rolex Submariner Ref. 1680 mit weißem Druck auf dem Zifferblatt nicht minder interessant. Ähnlich wie die Red Sub (siehe auch den entsprechenden Beitrag hierzu in diesem Blog) so kann man auch bei der White Sub verschiedene Zifferblattvarianten finden. Diese Version der Ref. 1680 wurde von 1976 bis ca. 1979 hergestellt und dann von der Ref. 16800 abgelöst. Die Tauchlünette der Ref. 1680 ist übrigens in beide Richtungen drehbar. Erst bei der Ref. 16800 wurde diese, taucheruhrenüblich, einseitig nach links drehbar.  Die meisten Quellen sprechen von drei verschiedenen Blattvarianten, in Wirklichkeit sind es jedoch fünf, die ich in der Folge eingehend beschreiben möchte.

Mk IV 4

(Quelle: PCS)

Die Mark I:

Nachdem die Red Sub 1974 auslief präsentierte Rolex 1976 die neue, komplett weiß bedruckte Variante der Ref. 1680. Circa im gleichen Zeitfenster wurde in der Modellreihe 1665 auch die Double Red Sea Dweller von der Great White abgelöst (zu all diesen Modellen finden sich Artikel in diesem Blog). Alle Versionen zeigen zuerst die Tiefenangabe in Fuß, genannt „feet first“

Bei der Mark I steht das „L“ von „ROLEX“ exakt mittig unter der Rolex Krone (wie bei der Mk III). Auch ist die Krone schön filigran, die Zacken sind dünn und gespreizt. Die ovale Öffnung in der Basis der Krone ist relativ groß.

Mk I

Die Sechsen wirken bei der Mk I etwas lang gestreckt. Die Buchstaben „ft“ haben einen größeren Abstand als bei der MK II und III. Das untere Ende des Buchstaben „f“ endet in der horizontalen Ebene. Das „C“ von Chronometer steht exakt unter dem „=“, dass ist nur bei der Mk I so. Unten sind alle Versionen mit „SWISS T<25“ signiert.

Mk 1

Die Mark II:

Ca. Ende 1977 wurde die Version Mk II eingeführt. Das „L“ von „ROLEX“ steht nun nicht mehr mittig unter der Rolex-Krone. Die Krone an sich wirkt etwas plumper als die der Mk I und III.

Mk II 1

Mk 2

Auf einigen Mk II Blättern wirken die Sechsen leicht geöffnet.

Mk IV 13

Auf anderen (s.u.) wirken sie eher geschlossen. Die Zahlen sind etwas gedrungener als bei der Mk I, speziell die Sechsen wirken runder (im Ggs. zu den länglichen Sechsen der Mk I). Die Buchstaben „ft“ stehen enger bei einander als bei der Mk I und das „t“ zeigt am unteren Ende einen über die horizontale Ebene aufstrebenden Aufstrich. Bei der Mk II ist das Wort „SUBMARINER“ etwas breiter als der Schriftzug der Tiefenangabe darunter. Das ist nur bei der Mk II so.

Mk 2

Die Mark III:

Ganz am Ende der Produktion der Ref. 1680, ca. Ende 1978, erschien die dritte Version des Blattes.

Exkurs: Interessant ist, dass es zwischen den Gehäusenummern der Mk II (um die 4.5XX.XXX) und der Mk III (um die 7.XXX.XXX) eine große Lücke gibt (so auch bei anderen Refrenzen dieser Zeit). Es wird spekuliert, das Rolex einen Bereich an Seriennummern für Tauschgehäuse reserviert hat. Belegt wird diese Vermutung z.B. durch da folgende Rolex-Schreiben, welches im Zuge eines Gehäusetausches verfasst worden ist und in dem ein Tauschgehäuse mit 4.4XX.XXX Gehäusenummer verbaut worden ist.

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Nun aber zur Mark III:

Mk III 5

Bei der Mk III steht das „L“ von Rolex wieder mittiger, aber immer noch leicht links versetzt unter der Rolex-Krone. Ähnlich der Mk I zeigt die Mk III auch eine grazile Krone. Unten steht die Maßangabe „ft“ etwas schräger als bei den anderen Varianten. Das untere Ende des „t“ endet wieder, wie bei der Mk I in der horizontalen Ebene. Das Wort „SUBMARINER“ ist wieder gleich breit wie die Tiefenangabe darunter.

MK III 0

Die Mark IV:

Die Mk IV ist das erste Serviceblatt der Ref. 1680. Es ist noch Tritium-belegt und erkennbar an der (meist) sehr hellen Farbe der Indicés.

Mk IV 1

1680-2

Der Font dieser Mk IV ist moderner als bei den alten Versionen. Er ähnelt dem der modernen Rolex Uhren. Die Sechsen sind geöffnet, das Wort „SUBMARINER“ ist wieder breiter als der Schriftzug darunter. Das untere Ende des „t“ strebt wieder aufwärts. Das „C“ von „CHRONOMETER“ steht exakt unter dem „=“.

Mk IV 11

Die Mark V (Serviceblatt mit Superluminova):

Das aktuelle Serviceblatt trägt Superluminova-Leuchtmasse und ist an der Leuchtkraft der Indicés gut erkennbar. Die Beschriftung des Blattes ist der von der Mk IV sehr ähnlich. Unten ist die Mk V mit „SWISS“ signiert.

Service

Text

Service 2

Sondervarianten:

Wie bei anderen Rolex-Modellen so gibt es auch bei der Ref. 1680 Sondervarianten.

Im Ggs. zur Red Sub oder zur Sea Dweller gab es von der weißen Ref. 1680 auch eine Gold-Version, die Ref. 1680/8. Es gab sie in zwei Varianten von ca. 1974 bis 1978.

rolex-vintage-submariner-date-ref.-1680-in-18k-yellow-gold-nipple-dial-bj.-1974.-1974-b

und mit blauer Lünette und blauem Blatt:

Eigentum Worldoftime

Hier einige Details des blauen Blattes (mit einem Sonderdruck für den Oman)

1680oman13

1680oman12

(Quelle letzte zwei Bilder: Stefano Mazzariol)

Für einige Retailer wie Tiffany & Co. wurde der Firmenname auf das Blatt gedruckt.

Rolex-Submariner-Ref.1680

Auch für die französische Tauchfirma COMEX wurde eine Variante der Ref. 1680 gebaut. Neben dem Logo auf dem Blatt zeigen die COMEX-Uhren auch eine Gravur des Gehäusebodens.

April Rolex Auctio

Auch von der goldenen Submariner ref, 1680/8 gab es Sondervarianten, wie z.B. dieses Modell für den arabischen Markt:

rolex-quaboos-oman-sub-1680-gold-0001

Und eine Version für den Oman (Details des Blattes habe ich weiter oben schon gezeigt)

16800man43

(Quelle letztes Bild: Stefano Mazzariol)

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